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Vor einigen Tagen ging die Rechtfertigung aus dem Haus. Eine kurze, belanglose Geste des Abschieds und die Frage nach der Schuld strich sich aus meinem Vokabular. Man stelle es sich ungefähr so vor: Schweiß, der abgewischt wird, der letzte Schweiß, den ich mir abgewischt habe.
In Zukunft vertrete ich mir die Beine in einem wohltemperierten Körper. Die Begierden sind diszipliniert und in ernste Gewänder gekleidet. Die Abschaffung des Ichs ist abgeschafft. Scham ist nur ein Spuk, die Schande ist insolvent.
Die Wut ist etwas Entzündliches im Blut. Noch etwas ging zur Tür hinaus. Es nannte sich Erwartung. Anderen etwas davon schuldig zu sein, eine Illusion, wie manche Menschen sich zu verhalten haben. Es hatte die Form der Nabelschnur. Sie stellte sich heraus als Mäkeln, als Zuneigung, die sich verlor. Ich sehe keinen Staub, den sie noch aufwirbeln könnte. Freies Atmen. Die Zuneigung hat ihre Grenzen dort, wo ich verloren war. Scham, die mich brach, und Zorn, der verpufft. Das Phantasma des Schlafs ist mir die liebste Wirklichkeit. Die Abgründe des Traums sind vergleichsweise lapidar. Es genügt, mit anderen Personen an einem Tisch zu sitzen, um das zu erkennen. Nicht mehr blind zu sein für das, was ich erwarte.
Die Einsamkeit fürchte ich nicht. Ich fürchte das Sein des Ausgeschlossenen in kleinen Gemeinschaften der Anderen. Die Erschütterung durch den Blick des Anderen auf mein Handeln findet ihr Ende, wenn ich dieses Handeln und Denken auf ein anderes Fundament stelle: Die Selbstgenügsamkeit. Sie ist die positive Seite des Vergessens.
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„Die Einsamkeit fürchte ich nicht. Ich fürchte das Sein des Ausgeschlossenen in Gemeinschaften der Anderen.“ 🔥🙏🔥 Ja.