Colm Tóibín – Nora Webster

Es gibt Sätze, die sich der Welt enthalten, weil sie selbst eine Welt sind. Niemand ist verantwortlich für die ganze Welt, aber jeder dafür, wie seine Welt genesen kann, wenn sie in Trümmern liegt, verantwortlich ist dafür, dass sie Neues bereithält. So dass aus der genauen Betrachtung der individuellen Welt ein Verständnis entstehen kann für… Weiterlesen

Dublin – Impressions

Ein Fremder ist ein Freund, dem man nur noch nicht begegnet ist. Irische Volksweisheit   All pictures ©Achim Spengler Click on picture to open gallery Das eigentliche Erbe der Iren ist diese Vertrautheit mit zarten und zauberischen Dingen, das Ohr für die Musik der Schöpfung, die Gabe, von alledem etwas aussprechen zu können. Und Eire,… Weiterlesen

Glendalough – Ireland

All pictures © Achim Spengler Click on picture to open Gallery Glendalough, das Tal der zwei Seen. Eine von Eiszeitgletschern geformte Bergwelt, in deren Senke sich zwei Seen (Upper Lake, Lower Lake) hintereinander in westlicher Richtung der Wicklow Mountains erstrecken. Das Tal befindet sich etwa 40 km südlich von Dublin und wird von Buslinien angefahren.… Weiterlesen

Dublin – Town Centre

„Der Wind wehte, das Wasser wogte. Die Vorgebirge im Osten und Westen schlangen ihre Arme ums Meer, als suchten sie etwas festzuhalten, das unbedingt fortwollte.“ (Paul Murray am Ende seines Romans An Evening of Long Good-bye (2003)). Dublin ist das literarischste aller Reiseziele. Es ist die Stadt mit der mutmaßlich (insbesondere mit Blick auf seine… Weiterlesen

Dublin – Attunement

 Anna Livia Plurabelle Obdach vor dem Licht, der eingetrübten Hege des Himmels. Herunter, fallwärts, die Schläge der Möwen (graben Fangzähne ins fahle Gewitter, in die Bordüren des Horizonts). Heute, der erübrigte Blick hinauf in die Nacht. Männer, mit lässigem Schritt, Pose und Grandezza der Gosse. Der Wattebauch der Cirri trägt keinen Laut. Bist Jedefrau, Cannans… Weiterlesen

Irische Reminiszenzen 1 – Die Liffey hat die Farbe von Tee ohne Milch

„… und ich hab gedacht na schön er so gut wie jeder andere und hab ihn mit den Augen gebeten er soll doch nochmal fragen ja und dann hat er mich gefragt ob ich will ja sag ja meine Bergblume und ich hab ihm zuerst die Arme um den Hals gelegt und ihn zu mir… Weiterlesen

Letzte Sätze 3 – James Joyce – Ein Portrait des Künstlers als junger Mann

16.April: Fort! Fort! Die Faszination von Armen und Stimmen: die weißen Arme der Straßen, ihre Verheißungen inniger Umarmungen und die schwarzen Arme von Großseglern, die sich vor dem Mond abheben, ihre Mär von fernen Ländern. Ausgestreckt, als wollten sie sagen: Wir sind allein. Komm. Und die Stimmen rufen im Verein mit ihnen: Wir sind von… Weiterlesen

Dublin – Baile Átha Cliath

Das folgende (Vorsicht !!) Gedicht schrieb ich 2005, anlässlich meines Besuches in Dublin. Meine drei (nicht Bronté !) Schwestern schenkten mir zu meinem 50. Geburtstag diese Reise. Eine Reise, die zum Eindrücklichsten gehörte, was ich je genießen durfte. Ich bin mir sicher, dass meine Schwestern mich nie als Branwell Bronté sahen. Diesen unglücklichen, im Schatten… Weiterlesen