Dublin – Town Centre

„Der Wind wehte, das Wasser wogte. Die Vorgebirge im Osten und Westen schlangen ihre Arme ums Meer, als suchten sie etwas festzuhalten, das unbedingt fortwollte.“ (Paul Murray am Ende seines Romans An Evening of Long Good-bye (2003)). Dublin ist das literarischste aller Reiseziele. Es ist die Stadt mit der mutmaßlich (insbesondere mit Blick auf seine… Weiterlesen

Dublin – Attunement

 Anna Livia Plurabelle Obdach vor dem Licht, der eingetrübten Hege des Himmels. Herunter, fallwärts, die Schläge der Möwen (graben Fangzähne ins fahle Gewitter, in die Bordüren des Horizonts). Heute, der erübrigte Blick hinauf in die Nacht. Männer, mit lässigem Schritt, Pose und Grandezza der Gosse. Der Wattebauch der Cirri trägt keinen Laut. Bist Jedefrau, Cannans… Weiterlesen

Irische Reminiszenzen 1 – Die Liffey hat die Farbe von Tee ohne Milch

„… und ich hab gedacht na schön er so gut wie jeder andere und hab ihn mit den Augen gebeten er soll doch nochmal fragen ja und dann hat er mich gefragt ob ich will ja sag ja meine Bergblume und ich hab ihm zuerst die Arme um den Hals gelegt und ihn zu mir… Weiterlesen

Actio und Communicatio – Maud Gonne – William Butler Yeats

„Wir suchten verschiedene Dinge: Sie irgendeine denkwürdige Tat als abschließende Weihe für ihre Jugend und ich eigentlich nichts anderes als einen Seinszustand zu entdecken und ihn anderen mitzuteilen.“ (William Butler Yeats über Maud Gonne) So muss sie wohl enden, diese unmögliche Liebe, wenn der Eine metaphysische Trauben zu ernten trachtet, um sie mit den Jüngern… Weiterlesen

Letzte Sätze 3 – James Joyce – Ein Portrait des Künstlers als junger Mann

16.April: Fort! Fort! Die Faszination von Armen und Stimmen: die weißen Arme der Straßen, ihre Verheißungen inniger Umarmungen und die schwarzen Arme von Großseglern, die sich vor dem Mond abheben, ihre Mär von fernen Ländern. Ausgestreckt, als wollten sie sagen: Wir sind allein. Komm. Und die Stimmen rufen im Verein mit ihnen: Wir sind von… Weiterlesen