Kategorie Literature

Der Wind

Nun ist es gut, dass der Wind aufkommt. Der alte Turner-Bricoleur, das Pastell des Ungefähren. Du sahst ihn, als er das Geißblatt besprang und das Plätschern des Sandstein-Springbrunnens gegenüber betatschte. Du sagst, ihn kümmere nicht, dass die Ameisen unter den…

WeiterlesenDer Wind

Hitze

Hitze Die Musik, die vor der Hitze sich in seichteste Kadenzen flüchtet, ihr Ton am Pranger schaler Töne, ihr Trommelwirbel wirbellos im Taumel. Sie klingt schon nach Verklingen und nach Bedauern, dass sie umsonst der Lust sich hingegeben, dem Ohr…

WeiterlesenHitze

Bekehrung

Wir sind die kleine Randnotiz, die Eckenstehermädchen mit gelegentlichem Witz, der Katzentisch der Renitenz,mit grindigen Knien und Sonntagsrock. Wir flüstern den Fado beim Sterntalertanz, und sinken in die Enge der PredigtSchein im Wort, die Roben fangen Feuer am Lichtgarn ihrer…

WeiterlesenBekehrung

Allegorie

  Süden. Der sengende Atem der Dürre. Steine, klafterweise aufgetürmt in den Brunnen, den durstverweigernden Kathedralen. Lecken Kühe am Rost der Elektrozäune, Wahnsinn in ihren gellenden Augen. Irrende Geister, geheftet an    Körperstriche, taumelnd wie Träume von fetten Weiden und der…

WeiterlesenAllegorie

Bin

Bin vom Stammdes Sporadischen,ein widerrufener Glücksgriff nach zwei Drittel Leben,wölfisches Grinsen der Unhöflichkeit. Bineine Unmöglichkeit,eine schwarze Tulpe von Sissinghurst. Bin keinTropfen Regen auf ausgezehrte Schollender unsolidarischen Moderne. Bin kein Wort, das alles ändert,kein Ruf, der die  Regatta am Horizontin einen…

WeiterlesenBin

Letzte Sätze 20 – Edna O‘ Brien – Das einsame Haus –

Ich erlaube mir, die letzten Sätze von Romanen vorzustellen. Aus allen Epochen seit Anbeginn dieser modernen Erzählform. Romane, die meinen Literaturgeschmack prägten und prägen. Glückliche Romanenden, melancholische Enden, kontrafaktische Enden, bornierte Enden, fahrlässige Enden, Endzeiten, apokalyptische Enden, enträtselnde Enden und immer…

WeiterlesenLetzte Sätze 20 – Edna O‘ Brien – Das einsame Haus –

Ein Tag in Cheltenham

Stiess mir den Kopf in Cheltenham,im Abstieg zu Dantes Inferno,Pizzeria der vertanen Sauberkeit,die hingerichteten Teller,Speiseasche. Regency Terrassen, eng,kein Platz für Sentimente,die baumelnden Füsse,hoch wie Bergwerke über der Erde,die Haut bleich vom Wetter unter Tage. Schorf überm Haupt,bar jeden Sinns einer Umarmung,B.…

WeiterlesenEin Tag in Cheltenham