Sieh, ein Mantel am Haken, zerbrochen vom Wind.
Oben der Schrei des Falken, sein hungernder Schrei,
eine Geste fiederbewehrter Verzweiflung,
die im Sinkflug die Beute verfehlt,
die verlorene Geschmeidigkeit in den Lüften.
Wir glitten ahnungslos auf dem Eis hinüber in eine Angst, 
als es noch keinen Anlass für sie gab.
Love? Natura morta. Eine auf gewachste Federn geprägte Melodie.
Die Gravitation der Feigheit, das Missverständnis, wenn wir schweigen.
Da war ein Haiku, an einer Hauswand, 
eine unendlich dichte Masse vor dem Urknall der Verse.
Wir sind die gefallenen Engel aus den Zwillingstürmen
und unsere Schönheit ist entsetzlich.
Unsere Körper, die am Boden zerschellen,
unsere unbewehrten Gefieder.

(Achim Spengler)


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Achim Spengler
Achim Spengler

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