Kategorie Poetry

Eden

  Du machst zwei Leben einfach. In Eden, dem vertriebenen, ist dies leichthin gesagt unter den tanzenden Schlangen. Ihrem Biss. Dein Haar grüßt Schwestern und Brüder. Kainsmale, Weizensamen, die Agenda der Wüste. Du nimmst ein Zierbad im Sand. Lass mich…

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Klage nicht

Ein Wurm erzählt vom Grauen unerhörter als Du, Angelus Novus. Die ganze Geschichte erzählt er in der Hälfte der Partituren Shakespeares, die andere leuchtet in den Kadenzen Treblinkas unter Hautlampenschirmen. Zwischen den Kriegen die Große Stille. Die Knochenmehlebenen, darunter das…

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Genug

Genug. Es ist spät, zu spät darf niemand sein. Das Sentiment, es welkt, Geduld scheint aufgeopfert die Ränke pflanzen sich nicht fort. Das Recht macht keinen sehend, wenn man es blind mißbraucht. Ich habe es gebrochen, so mach es wieder…

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Sylvia Plath trifft Emily Brontë auf einer Heide in West-Yorkshire

Der Teufel, den ich wiederkäute und biss,
im Licht von Schwesternhauben.
Ich bin unfähig zu Atemzügen auf dem Aufstieg zu deinem Ruhm.
Die Bäume, die man gegen die Einsamkeit gepflanzt hat,
damit ein Kind unter ihnen spielt.
Dort starre ich dich an, Gespenst der Vergänglichkeit,
das deinen Ruhm vereitelt, wie deine Mutter davor.

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Modern Ophelia

Als dich Baumwuchs überwuchs, das Rosenbeet, das dich nicht barg, Wasser deinen Hals hinunterrinnt, ein Schal, der sich vollsaugt, dich hinunterdrückt zu den Murmeln, dem Moos, den kleinsten Blütenlarven. Staub legte sich gemäßigt, weise, in deinen Staub, am Fluß, der…

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Die hohlen Männer

Ich traue ihnen nicht.Ihre Köpfe, aufgestockt zum Turmbau,ihr Salz, in das sie Wunden einbacken, meine,deine.Die Saline noch frisch, in Alufolie ausgekleidet,und Lots Frau nicht seine Frau, eine Schergin des Mißtrauens. Wenn sie Sorbet saufen aus Makulaturgläsern, ihreBegriffe in Kassiber verpackt,…

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