Du sagst, die Silbermünze der Elster sei das größte Geheimnis. Wir wägten sie scheu auf der Zunge und einmal sprang eine heraus. Das Gefieder der Elster, das schwarze und weiße, dein Mund ist blutrot und rot. Das Geheimnis ist farbenlos, denn ihr Kleid sei ein Rauschen, ein Gedeck deiner Brüste, ein Tuscheln, Verzückung und ein Bann ohne Trost. Du gehst jetzt entfernt auf den Gleisen, dort wächst das vergessende Gras. Der Himmel wirft Rüschen in Blau und es geschieht doch alles zugleich, wenn eine Nähe sich beugt, und wir ins Nest der Elster sinken. Öffne meinen Mund, fasse die Münze und sprich dein Geheimnis hinein.
©Achim Spengler
(A. H. gewidmet)
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