Northumberland Landscape

Sie deutet dir nichts. Sie ist karg, Flechten und Moos.
Härmender Pelz.
Du schaust sie und denkst dich tapfer in der Weite, in der sie
trauerlos gründet. Sie wechselt die Farben im Lauf.
Gedecke von Grau und Grün. Grau ist die Summe ihrer Farben, ein Band zwischen Himmel und Grund.

Kein Zorn herrscht ihre Wildheit an. Sie ist eitel, marodierende Eiszeit und alle Gletscher, die sie gebärt.
Auf bloße Form gebracht. Nicht nachgiebig in ihrer Richtungslosigkeit, ihrer Bedeutungslosigkeit.

Protokolle setzt du von ihr auf,
unbestechlich,
mit dem kühlen Blick ihres Bergsees.

© Achim Spengler


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Achim Spengler
Achim Spengler

In love with literature, photography, philosophy and history.

Artikel: 601

8 Kommentare

  1. Northumberland beschreibst du so, dass ich den gräsernen Felsenwind über seinen Schwertgrat bis zum Meer hin riechen kann. Ich wünsche Dir darin aus Licht gezimmerte Wiesenbetten.

    Liebe Grüße,

    Amélie

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