Letzte Sätze 17 – J.L.Carr – Ein Monat auf dem Land

„Wir können noch so bitten und flehen, aber wir werden das, von dem wir einst glaubten, es würde uns auf ewig gehören, nicht wiederbekommen – die Art, wie die Dinge aussahen, allein diese Kirche inmitten der Felder und Wiesen, das Bett auf dem Dachboden unter dem Glockenstuhl, eine Stimme in unserer Erinnerung, die Berührung durch eine Hand, ein geliebtes Gesicht. Sie sind für immer verloren, und man kann nur warten, bis der Schmerz über den Verlust nachlässt.
All das geschah vor langer Zeit. Und ich bin nie wieder zurückgekehrt, habe niemandem geschrieben und bin niemandem begegnet, der mir Neuigkeiten von Oxgodby hätte berichten können. Und so bleibt es in meiner Erinnerung, wie ich es zurückgelassen habe, ein versiegelter Raum, von der Vergangenheit möbliert, luftdicht, reglos, gleich längst vertrockneter Tinte in einem vor langer Zeit niedergelegten Federhalter.
Doch davon wusste ich noch nichts, als ich das Tor hinter mir schloss und mich quer über die Wiese auf den Weg machte.“

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J.L. Carr

EIN MONAT AUF DEM LAND
Roman

144 Seiten , Originalverlag: Harvester Press, Originaltitel: ›A Month in the Country‹
Erscheinungstag: 19.07.2016
ISBN 978-3-8321-9835-0
Übersetzung: Monika Köpfer

 

 


 

 

 

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