Mir ging es auf,
dass ich mit groben Stiften nur Grobgewirktes rede.
Voll Lob des Du und Mein.
Zur ersten Glockenhelle hat der Kuss und seine Erben
mich dreimal schon verraten.
Sie sind vom Sprung ganz unbedarft,
den du in mein Dasein hüpftest,
vom jungen Lachen auch.
Am Nachbartisch ein Wüstling dumm den Hof bereitet
einer jungen Dame, seine Räder mit Entzücken schlägt.
Brambassierender Narziss.
Da dachte ich, gelänge es mit Liebeswerben dein Angesicht zu hellen,
so wärs genug getan, sein Maul zu stillen.
Doch Jene überdauern. Es fehlen ihnen Worte, die sie zu Menschen machen.
Das ist die Welt, die mich gesittet macht im Tadel.
Ich kann nicht klagen.
Das ist die Welt, die Jugend aus mir drischt,
die stiefelweiten Abdruck hinterlässt im Antlitz
von Verstand und Güte.
Was ist dein Blick hingegen, räkelndes Locken?
Ob es wohl hinter ihm ein großes Sehnen bietet?
Das Sirren anderer Versprechen?
Ob's nur Verriss der Unanständigkeit des Weißbarts ist,
dem Narr in bündgen Hosen, mit dem Pfauenorden des Gewinns?
Der Wüstling zerrt die Röte aus dem Gesicht der Braut.
Er altert sie.
Hingegen.
Bleibe so jung wie das Gestern dem Heute
und rümpfe die Nase über die Glut und den Rauch.
Tu nicht gut.
Und tu mir gut dabei,
bring Rosmarin mir,
Thymian und Wein.
(Copyright Achim Spengler)
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Mir gefällt vor allem: Es fehlen ihnen Worte, die sie zu Menschen machen. Danke Achim
Sehr gerne, liebe Martina 🙂
…Tu nicht gut.
Und tu mir gut dabei,
bring Rosmarin mir,
Thymian und Wein…
Wunderschön
Danke, Ich kann nur spekulieren wer sich hinter Anonymous verbirgt😊