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‘Dylan Thomas in Laugharne’


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8 Kommentare

  1. Lieber Achim,
    Ha, Du warst fleißig, das ist schön. Nur zu gern hätte ich jetzt irgend etwas Belesenes zu Mr. Thomas abgesondert, doch das überlasse ich lieber Deiner unnachahmlichen Weise. Du schwärmst so sehr für ihn, wie würde ihn das bewegen. Ich erjagte und erbeutete grad beim Poemhunter ein paar seiner Poems. Hab nur noch Hunderte vor mir, doch Ausdauer ist beim Gedichtejagen wichtig. Laut rezitiert und aufgesaugt wie ein Schwamm Blut lecken mag. Gierig nach mehr, so sind sie, diese Feuerköppe, unersättlich lebenshungrig und Deine Dylan-Thomas- Skulptur ist ein klares MustHave, so schön finde ich die. Aus Papier? Wahnsinn!
    So, bevor ich jetzt weiterschwärme, weniger wortkunstvoll, lese ich lieber und spaziere noch einmal durch die atmosphärisch dichten Bilder.
    Liebe Grüße,
    Stefanie

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    • Liebe Stefanie,

      erst einmal danke für deinen Kommentar. Wohltuend und von Interesse an den Bildern zeugend. Vom Poemhunter höre ich jetzt zum ersten Mal, danke auch für diesen Hinweis. Was mag ich Lyrik und was mag ich, wenn andere es auch tun, ich bin mir sicher, dass die Gemeinsamkeit dieses Interesses einen stabileren Grund für Nähe und Bindung bietet als, sagen wir, die heftigsten emotionalen Erschütterungen, wie Liebe etc.
      Es gibt wunderbare Rezitationen seiner Gedichte, auf englisch natürlich und von wunderbaren Stimmen intoniert. Suche mal auf Youtube nach Dylan Thomas und Anthony Hopkins. Ein Gedicht schlägt Wunden, um die man sich zu kümmern hat. Es heilt Wunden, ein Leben lang.

      Liebe Grüße
      Achim

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  2. Lieber Achim, wie seltsam, nun ist mein Kommentar doch wieder da. Ich glaubte ihn verloren. Doch glauben ist halt Sonntags um zehn in der Kirche, wie ein Freund immer zu sagen pflegt. Hier ist der Link zum Poem Hunter: https://www.poemhunter.com/dylan-thomas/poems/ (falls Du mal schnuppern magst)

    Lyrik und Liebe beginnen beide mit L. Das verbindet sie schon mal perfekt. Lyrikliebe ist ein echter Brüller als Schlagwort, denn es eint Wort und Gefühl zu einem Ausdruck. Dies zu teilen mit wem auch immer, der das ähnlich empfindet, ist jedesmal ein Wunder für sich, denn es setzt eine frequente Gleichheit der Ideen voraus. Ich werde YouTube aufsuchen und Anthony Hopkins mit Dylan Thomas…hm…da tun sich zwei große helle Sterne zusammen und der eine strahlt durch den anderen um so schöner. So kommt Kunst am besten. Ein Gedicht verdichtet den Ausdruck in Wort und Gefühl, siehe oben. Es kann alles sein, darum kann ein Gedicht nachhaltig heilen und ein Leben lang ein treuer Begleiter bleiben, treuer manchmal als so mancher menschliche Begleiter.
    Weil es in der Lage ist Dich ganzer und umfassender, gleichzeitig akzentuierter zu erkennen als mancher Mensch es vermögen würde, selbst wenn er Dich bereits ein Leben lang kennt. Und doch…gibt es auch Menschen, die sind wie Gedichte und wenn man das dann Liebe nennt und etwas Großes, ist jedes Wort ein Wunder und jeder Gedanke eine Erschütterung, die das Fundament einer Verbindung um so stärker zu festigen vermag. Wie Zement. Der wird auch durch Erschütterungen stabilisiert.

    Liebe Grüße,

    Stefanie

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    • Liebe Stefanie,

      Da ist was daran: Das Gedicht, das in der Lage ist, uns zu erkennen. Ein Schlüssel, der ins Schloss passt. Oder das Schloss, in das wir unsere wiederentdeckten Emotionen hinein packen können, und sie dort gut aufgehoben sehen, verstanden und auch potenziert. Dass es Menschen gibt, die wie Gedichte sind, ist ein tröstlicher Gedanke, weil er ja mitbedenkt, dass ihre Wirkungen auf uns ein Leben lang ausreichen. Zumindest kenne ich die Wirkungsgewalt von Gedichten, die bis heute andauert, länger, als so manche Liebe hielt 🙂

      Liebe Grüße

      Achim

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  3. Ich meine: Liebe ist Energie, sie kann niemals ganz vergehen. Sie kann sich verwandeln in ihr Gegenteil, den Hass, sie kann tief ins Herz verschlossen werden und unzugänglich gemacht, doch sie ist dennoch da, sie treibt uns an zu tun was wir tun. Die, die wir liebten im Leben, hören wir wirklich auf sie zu lieben? Vielleicht ist es nicht mehr so wie es einmal war, vielleicht leben diese Menschen längst ein anderes Leben und sind uns fremd geworden, doch das, was uns einmal miteinander verband, besteht doch im Herzen fort?
    Na, ja, es ist bei mir jedenfalls so….jede aufrichtig geliebte Liebe hatte ihre Berechtigung und ihren Sinn. Seltsamerweise geht es mir mit Gedichten genauso: Manche Gedichten hinterlassen in mir einen tieferen Klang, der bleibt wie eines dieser ewigen Lichter auf Altären. Weil er sich immer wieder neu entzündet wenn ich sie im Kopf rezitiere oder wiederlese. Begegne ich Menschen wieder, die ich liebe oder liebte, kann ich ihnen auch völlig fremd sein, mein inneres Auge erkennt sie dennoch wieder und freut sich wenn es ihnen gut geht.

    Liebe Grüße,

    Stefanie

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    • Man sollte vorsichtig damit sein, Maßstäbe für gelungene Liebe aus Romanen oder Lyrik zu destillieren. Fällt mir gerade so ein, wenn ich, möglichst aufrichtig zu mir selbst, feststelle, dass daran wohl die verschiedenen Lieben meines Lebens nicht heranreichten. Es fehlt ein Gradmesser: die rückwärtsgewandte Sehnsucht.

      Liebe Grüße

      Achim

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  4. Und warum fehlt dieser Gradmesser und wäre rückwärtsgewandte Sehnsucht verwerflich? Solange sie das Denken nicht versucht zu kontrollieren und unfrei macht, dürfte sie doch ruhig ein Gradmesser sein. Vorausgesetzt, man wäre in der Lage, jeder geliebten Liebe ihre Daseinsberechtigung einzuräumen. Jede Liebe ist zum Zeitpunkt ihres Erlebens abhängig vom derzeitigen Entwicklungsstand des Bewusstseins. Heute, im Rückblick auf die vergangenen Jahre würde ich vieles anders machen und anderes würde ich genauso handhaben, doch jede dieser Partnerschaften hatte das volle Potential einer gelungenen Liebe. Wobei dieser Ausdruck „gelungen“ mir aufstößt wie saure Bratheringe….was ist denn bitte gelungen…? 75 Jahre von Petersilienhochzeit bis diamantener Hochzeit verheiratet zu sein, solange bis es keine Hochzeiten mehr gäbe um zu feiern und Bruder Hein das selige Ehegesponst durchtrennt…? Liebe kann wohl das Potential einer Ewigkeit zu ihrem Beginn in sich tragen, doch ob sie ausleben kann, hängt davon ab, wie die Menschen sich weiter entwickeln: zueinander hin oder voneinander fort. Und das wiederum hängt davon ab, wie gut es „gelingen“ kann, die gegenseitige Faszination pflegen zu wollen, denn davon hängt eine Menge ab. Vielleicht könnte man hier tatsächlich von einem „Gelingen“ sprechen.

    Lieben Gruß von

    Stefanie

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  5. Die Sehnsucht fehlt, weil die Liebe wohl nicht groß genug war. Insofern ist sie, wenn sie fehlt, der negative Gradmesser einer Liebe. Aber vielleicht ist es ja auch nur die Zeit, die jede noch so große Emotion gleichmacherisch nivelliert. Ein Buch, am Ende aufgeschlagen, mittendrin oder ganz zu Anfang, und du bist wieder drin in den Wirkungen, die es auf dich hatte. Eine Liebe kann man nicht wieder aufblättern, das mag schade sein, ist aber wohl wirklich dem Lauf der Zeit geschuldet. Unser Leben würde bersten, wenn es die Auffangschale jeder noch so kleinen Emotion wäre.

    Liebe Grüße

    Achim

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