Letzte Sätze 1 – James Salter – Lichtjahre

Ich werde mir erlauben, die letzten Sätze von Romanen vorzustellen.  In zeitlich loser Reihenfolge und querbeet aufgesammelt durch alle Zeiten, seit Anbeginn dieser modernen Erzählform. Romane, die meinen Literaturgeschmack für immer geprägt haben. Ungekrönte Romane, die für sich allein, oder im Gesamtwerk des Autors/der Autorin stehend, den angesehensten Literaturpreis unserer Zeit längsthin verdient hätten. Glückliche Enden, melancholische Enden, kontrafaktische Enden, bornierte Enden, fahrlässige Enden, Endzeiten, apokalyptische Enden, enträtselnde Enden … und immer so weiter. Keine Epiloge, keine Nachrufe, keine fiktiven oder nonfiktiven Autorenkommentare zum zuvor Erzählten. Enden …. basta. Orgasmierende Höhepunkte, dort wo sie hingehören. An den Schluss.

„Er geht zum Fluß hinunter, setzt seine Schritte vorsichtig. Sein Anzug ist zu warm und eng. Er erreicht den Uferrand. Da ist der Anlegesteg, jetzt ungenutzt, mit seiner abblätternden Farbe und den morschen Brettern, die im Wasser verschwindenden Pfähle grüngetränkt. Hier an dem großen dunklen Fluß, hier an der Böschung. Es passiert in einem Augenblick. Es ist alles ein einziger langer Tag, ein endloser Nachmittag, Freunde gehen fort, wir stehen am Ufer.
Ja, dachte er, ich bin bereit, ich war immer bereit, endlich bin ich bereit. „

(Aus: James Salter: Light Years – Lichtjahre)

Und hier buzzaldrins Kritik des neuen Buches von James Salter: Alles was ist – All that is

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James Salter-Alles was ist
James Salter - Lichtjahre
James Salter – Lichtjahre
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