Paradox

Einmal gesetzt, es käme jemand aus dem zurück, was man das ewige Leben oder die Erlösung von den Sünden, das Jungfrauenparadies oder den Himmel oder die Hölle, den Lohn der wahren Gläubigen oder die Strafe der Ungläubigen, was man das Dschanna oder Dschahannam nennt, oder die Beisitzung zur Rechten Gottes, den Garten Eden, die Wiedergeburt, das Glücksmodell der Transzendenz oder die Wiederkehr des Mahdi und des Messias, die Endzeit oder die Aufhebung des irdischen Unrechts. Und gesetzt, dieser fände die Worte, das Nichts und die Leere zu benennen, die dort auf ihn warteten. Ich würde ihm die Hand auf die Schulter legen, ihn trösten und zu ihm sagen: Du bist der wahre Prophet. Du bist der, der einzig davon sprechen darf, dass die törichte Hoffnung auf ewigen Frieden im Himmel auf Sand gebaut hat. Wer jedoch würde dir glauben, dass es den Himmel nicht gibt, sondern nur die Hölle auf Erden? Dass du zurückgekehrt bist?

© Achim Spengler

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