An Anna Achmatova


Ich geriet in die Fänge deines Raubvogelgesichts, die Falle schnappt zu und gewiss ist dein Leben nicht unmöglich. Ach Anna, wir kommen auf jeden Hund, die Hunde kommen in jedes Haus. Dein unverspäteter Mut, er springt aus den Gleisen, du fliehst in den leisen Spott, der jede Materie zähmt, Was weiß ich schon, Anna, vom unnachgiebigen Schrei der Existenz. Du lebst aus dem Mond, ich lebe aus keiner Sonne. Es wird dieses Licht bleiben, wenn die Schatten beginnen, aus deinen Versen zu leuchten.

Kategorien:Allgemein

2 Kommentare

  1. Ah, gerade gestern hatte ich Joseph Brodskys Essay (1982) über Anna Achmatova gelesen. Schön, hier wieder über sie zu lesen.
    Ein Zitat: „Und die ihr gewidmeten Gedichte würden mehr Bände füllen als ihre eigenen gesammelten Werke.“

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