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Notate 48

Glück ist simpel, da der Begriff oder das Wort nichts beschreibt oder beschreiben kann, was in uns liegt oder einer theoretischen, fixen Bedeutung zugeführt werden könnte. Es ist etwas Äußeres, an dessen sinnlich oder geistig wechselhaften Qualitäten sich Inneres adaptiert. Es fliegt uns zu. Wenn ein Vogel aus meiner Hand frisst, dann ist es diese Szene, diese mir geschenkte Geste, welche die Ursache ist (m)eines Glücks. Oder wenn mich rotes Haar umringt/umfasst/be-netzt, dann habe ich selbst ja nichts dafür getan, es wurde mir vielmehr angetan, und es ist jeweiliges Glück. Nichts dazu getan zu haben ist sein Merkmal und es ist müßig, um ein Glück sich denkend bemühen zu wollen, entweder durch Vorstellungskraft oder durch das Entzünden einer Emotion. Es würde dies doch alles sofort in sich zusammenfallen, wie ein kaum wahrgenommener Windhauch. Sich in die Richtung des Glücks oder der Schönheit zu setzen, aufmerksam, empfänglich und dabei niemals den Blick senkend oder verschattend, mehr braucht es nicht dazu. Ton und Gefäß zu sein, die auf den Klang hoffen, der ihnen zugeführt wird. Das ist alles.

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versspielerin
5 Monate zuvor

schön gesagt … aber das ist wohl eher das „zufallsglück“, welches du hier zum thema machst, es gibt ja auch das andere glück, „lebensglück“ wird es offenbar in der glücksforschung genannt, welches ein innerer zustand ist, vielleicht mit „glückseligkeit“ zu umschreiben. auf jeden fall ein spannendes thema, ein vielfältiges! bleiben wir empfänglich. danke.

Achim Spengler
5 Monate zuvor
Reply to  versspielerin

Auch das Lebensglück ist an Lebensumstände und Lebensbedingungen geknüpft. An einen nur inneren Zustand von Glückseligkeit glaube ich nicht.

versspielerin
5 Monate zuvor
Reply to  Achim Spengler

ja, schon, da stimme ich dir durchaus zu. 🙂

karfunkelfee
5 Monate zuvor

Die Voraussetzung dafür, Glück empfinden zu können, ist die Bereitschaft, es annehmen zu wollen in dem Moment, in dem es sich anbietet.
Erst dann wird es Ausdruck, erhält seine Form und Gestalt.

Achim Spengler
5 Monate zuvor
Reply to  karfunkelfee

Das meinte ich, wenn ich schreibe, das als erste Voraussetzung des Glücksempfindens die Empfänglichkeit vorhanden sein muss.

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