Home Phone Email Scroll Top Custom

Jean-Paul Sartre – Die letzte Chance

Du willst Freundschaft? Du willst Liebe? Heute? Mit einer Milliarde Sklaven und Krieg an allen Ecken der Welt? Du willst sofort ein Mensch sein? Sonst noch was? Wir sind keine Menschen, mein Lieber, noch nicht. Wir sind Missgeburten, halbe Portionen, halbe Tiere. Alles, was wir tun können, ist, daran zu arbeiten, dass die Kommenden uns nicht ähneln.

Aus: „Die letzte Chance“ |Jean Paul Sartre
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

11 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
bonanzamargot
6 Monate zuvor

dazu wäre ein mutationssprung der menschlichen natur nötig. so schnell wird sich der mensch nicht ändern. und alle versuche, ihn in eine richtung zu drängen, wird sich fatal ins gegenteil des erwünschten kehren.

Achim Spengler
6 Monate zuvor
Reply to  bonanzamargot

Die Mutation muss nicht zwangsläufig in größere Friedfertigkeit münden. Vieles, was zum Besseren durch Vernunft führen könnte, käme auch ohne Zwang aus.

bonanzamargot
6 Monate zuvor
Reply to  Achim Spengler

Ichmeinteeineevolution/mutationzumbesseren. Aber wer weiß schon, was das Bessere ist? Vor 1000 Jahren dachte ich, ich wusste es…

wildgans
6 Monate zuvor

willlll all das, nur nicht mehr von Üblem lesen…

Achim Spengler
6 Monate zuvor
Reply to  wildgans

Wie darf ich das verstehen?

wildgans
6 Monate zuvor
Reply to  Achim Spengler

von freundschaft und liebe lesen, nix von den bösen sachen…eigentlich ganz einfach. ja, ja, ich weiß, kopf-in-den-sand-strategie, manchmal, gerade jetzt, hilft nix andres mehr…

Bludgeon
6 Monate zuvor

Mit Mitte 20 hätte ich dieses Sartre Zitat gefeiert. Heute weiß ich den Trugschluss zu erkennen:

Er sagt: Wir sind (noch) keine menschen und meint eigentlich „fehlerfreie vernünftige Götter“.

Ich sage (vom Leben und Lesen geerdet):
Wir sind Menschen – von Geburt an – egal, ob wir „normal“ sind oder irgendwie „anders“ – Philosophen oder Serienkiller – eine extreme/unfertige Affenmutation – die immer weiter mutiert. Die nach uns kommen, werden uns nicht ähneln. Aber werden sie besser/klüger sein? Hm!

Ich glaub nicht.

Achim Spengler
6 Monate zuvor
Reply to  Bludgeon

Es geschehen Fortschritte, egal was gerade Fürchterliches anliegt. Mutation ist nicht alles.

Bludgeon
6 Monate zuvor
Reply to  Achim Spengler

Fragt sich nur, wieviele was davon haben.

karfunkelfee
6 Monate zuvor

Vielleicht gibt es schönere Zeiten, doch diese ist unsere.

Auch etwas, das J.P.Sartre sagte.

Es ist eher eine fatalistische Aussage.
Wieso nur klingt sie so nach Bellevue?

Verrate mir, welches Tier weiß, was „unsere“ Zeit sein soll? . Das Tier ist die Zeit – der Mensch denkt Zeit, sobald er sich fest getaktet in ihr findet…?.

Den Sartre werde ich wohl immer sehr mögen, so wie Narziss und Goldmund vom Hesse…
Mit dem Blick in neue, aufregende Erkenntnisse vielleicht noch unbekannter Namen.

Wo Liebe ist, tummeln sich Glaube und Hoffnung.
Wo Freundschaft ist, tummelt sich Liebe.
Und Affen lieben auch.

So. Ich geh jetzt mal ein paar Nüsse pulen und organisiere mir irgendwo ein hübsches Bashō- Bananenhaiku…🍌😋

Liebe Grüße
Amélie

Liebe Grüße
Amélie

Achim Spengler
6 Monate zuvor
Reply to  karfunkelfee

Wir sollten es lustvoller und stressfreier wie die Bonobos angehen lassen. Sartres existenzialistische Haltung in Bezug auf das menschliche Leben: wir sind zur Freiheit verdammt. Zur Freiheit der Tat, aber eben auch zur Freiheit des Unterlassens. Es liegt ganz bei uns und der jeweiligen Schar Gleichgesinnter. Das gilt in der Liebe, aber auch im Hass.

%d Bloggern gefällt das: