Emily Dickinson zum Krieg


Mein Part ist heut – das Unterliegen
Ein bleicheres Geschick als Siegen
Kaum Lobeshymnen – Glockenklang
Mir folgt kein Trommler – mit Gesang
Nicht rasch wie Schüsse geht’s voran
Debakel – zieht sich hin –
Voll Flecken ist’s, voll von Gebeinen
Und Männern die zu steif zum Beugen
Und Stapeln von Gestöhn
Von Splittern weiß – in Knabenaugen
Gebetsschutt
Klar in Stein gehauen
Des Tods frappantes Tun.
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6 Kommentare

  1. Danke, lieber Achim, für dieses Gedicht über den Krieg, wenn es auch ein anderer war, so ist doch Krieg gleich Krieg.
    Liebe Grüße vom heute grauen Meer, ganz schwer
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

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  2. Hope is the thing with feathers…!

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  3. Treffende Worte – und immer ist es diese Fassunglosigkeit, wenn wieder ein Krieg ausbricht. Die Menschheit ist so lernresistent, wobei ich schon durchaus auch Entwicklung sehe.

    Friedliche Grüße aus dem Vorfrühling im Wendland an dich, lieber Achim,
    Ulli

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    • Was uns betroffen macht, ist , dass dieser Krieg fast vor unserer Haustüre stattfindet. Andererseits sterben die Menschen im Konflikt Eritrea-Äthiopien- igray zu hunderttausenden. Der Krieg im Jemen, jener in Syrien. Die Fassungslosigkeit dem Krieg gegenüber erlahmt, je weiter er uns von unserer Behaglichkeit entfernt ist.

      Liebe Grüße auch an Dich.

      Gefällt 1 Person

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