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Emily Dickinson – My Portion is Defeat—today

Mir folgt kein Trommler – mit Gesang Nicht rasch wie Schüsse geht's voran Debakel – zieht sich hin - Voll Flecken ist's, voll von Gebeinen Und Männern die zu steif zum Beugen Und Stapeln von Gestöhn Von Splittern weiß – in Knabenaugen Gebetsschutt Klar in Stein gehauen Des Tods frappantes Tun.
Mein Part ist heut – das Unterliegen
Ein bleicheres Geschick als Siegen
Kaum Lobeshymnen – Glockenklang
Mir folgt kein Trommler – mit Gesang
Nicht rasch wie Schüsse geht's voran
Debakel – zieht sich hin -
Voll Flecken ist's, voll von Gebeinen
Und Männern die zu steif zum Beugen
Und Stapeln von Gestöhn
Von Splittern weiß – in Knabenaugen
Gebetsschutt
Klar in Stein gehauen
Des Tods frappantes Tun.

(Emily Dickinson)
My Portion is Defeat—today


My Portion is Defeat—today—
A paler luck than Victory—
Less Paeans—fewer Bells—
The Drums don't follow Me—with tunes—
Defeat—a somewhat slower—means—
More Arduous than Balls—

'Tis populous with Bone and stain—
And Men too straight to stoop again—,
And Piles of solid Moan—
And Chips of Blank—in Boyish Eyes—
And scraps of Prayer—
And Death's surprise,
Stamped visible—in Stone—

There's somewhat prouder, over there—
The Trumpets tell it to the Air—
How different Victory
To Him who has it—and the One
Who to have had it, would have been
Contender—to die—






6 Kommentare

  1. Danke, lieber Achim, für dieses Gedicht über den Krieg, wenn es auch ein anderer war, so ist doch Krieg gleich Krieg.
    Liebe Grüße vom heute grauen Meer, ganz schwer
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

    • Das Gedicht bezog sich natürlich auf den US-Amerikanischen Bürgerkrieg. Aber wie du sagst: Krieg ist gleich Krieg, das Leiden der Menschen darunter universal und elementar.

      Grüße hinauf zum kleinen Dorf am großen Meer.

  2. Treffende Worte – und immer ist es diese Fassunglosigkeit, wenn wieder ein Krieg ausbricht. Die Menschheit ist so lernresistent, wobei ich schon durchaus auch Entwicklung sehe.

    Friedliche Grüße aus dem Vorfrühling im Wendland an dich, lieber Achim,
    Ulli

    • Was uns betroffen macht, ist , dass dieser Krieg fast vor unserer Haustüre stattfindet. Andererseits sterben die Menschen im Konflikt Eritrea-Äthiopien- igray zu hunderttausenden. Der Krieg im Jemen, jener in Syrien. Die Fassungslosigkeit dem Krieg gegenüber erlahmt, je weiter er uns von unserer Behaglichkeit entfernt ist.

      Liebe Grüße auch an Dich.

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