Der Mai kommt spät dieses Jahr


Der Mai kommt spät dieses Jahr.
Wir stehen auf dem Kopf einer Wette.
Sie stahl uns die Zahl, so rückt alles heraus.
Entstellt den Fund, den sie sucht.
Wie jene, die nur durch Blumen sprechen. Ach, Blume.
Irren ist Scheitern, mit der Geschmeidigkeit von Fischen.

Liebste, du aufgeperlte Schnur, betest Rosenkränze über den schwarzen Beeten.
Unser Narbengesicht in den Dornen.
Endlich sind wir es müde, Zuversicht auf den Spitzen der
Trauerbäume zu schenken.

Ein Picknick im Winter, im Weidenkorb das felsenfeste Besteck.
Das Läuten der Kirchenglocken, höre, der Zweifel, ein
Zepter, das über den blauen Himmel geht.
Kein Licht dunkelt schneller als das Dunkel.
Ein Leid kommt auf, ein Schaukeln verdorbener Worte. Ach, Ruhe.
Der Mai kommt spät nächstes Jahr.


Kategorien:Allgemein, Lyrik, PoetrySchlagwörter:,

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