Bottle Message from the quarantine 2


It’s darkest just before the dawn. Der Sturm vor der Ruhe. Nach dem Fieber der kühle Kopf. Nach der Trockenheit die Flut. Vor der Erkenntnis der Zweifel und nach dem Glauben die Erleuchtung? Wahrscheinlicher, es wird kein davor oder danach mehr geben, permanenter Krisenmodus eher, die Sinuskurve der Gefahr. Die Modi des auf-dem-Sprung-Seins. Dauerstress, ein Tinnitus als Störung des gesellschaftlichen Wohlempfindens. Das Rudel Wölfe, das in das Schafgehege unseres Seelenfriedens eingefallen ist, wird bleiben.

Werden die Fragen sein (und sie sind an manchen Orten schon beantwortet): Gibt es Opportunitätskosten des Sterbens? Kosten der Reue über ein geopfertes Leben? Stehen wir vor der Rückkehr der utilitaristischen Ethik, die darüber entscheidet, ob mein Nachbar ins Gras beißt oder ich? Nützlichkeitserwägungen, die darüber befinden, wer dem Gesamtwohl dient, ganz oder halb oder nicht? Wir werden vielleicht das Ende der Intensivmedizin erleben wie wir sie kennen.

Slums, Favelas, Flüchtlingscamps, marode Infrastrukturen des Gesundheitswesen, Armut. Dort rasen die Antworten auf die Fragen zu.


It’s darkest just before the dawn. The storm before the calm. Cool head after the fever. After the drought the tide. After the doubts the enlightenment? More likely, there will be no more a before or an after, permanent crisis mode rather, the sinus curve of danger. The modes of being on the go. Constant stress, a tinnitus as a disturbance of the social well-being. The pack of wolves that has invaded the sheep pen of our peace of mind will remain. The questions will be (and they have already been answered in some places): Are there opportunity costs of dying? Costs of repentance about a sacrified life ? Are we facing the return of utilitarian ethics that decide whether my neighbor bites the dust or me? considerations that determine who serves the overall good, in whole or half or noteingewiesen? We may see the end of intensive medicine care as we know it. Slums, favelas, refugee camps, dilapidated health care infrastructures, poverty. There the answers are Running into the questions.

Kategorien:Allgemein

14 Kommentare

  1. Hoffentlich weniger düster….

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  2. „Stehen wir vor der Rückkehr der utilitaristischen Ethik, die darüber entscheidet, ob mein Nachbar ins Gras beißt oder ich? Nützlichkeitserwägungen, die darüber befinden, wer dem Gesamtwohl dient, ganz oder halb oder nicht? Wir werden vielleicht das Ende der Intensivmedizin erleben wie wir sie kennen.“
    Lieber Achim,
    wo ist es schon so weit, in Italien? Irgendwo, meine ich gelesen zu haben, ist es bereits der Fall, dass Menschen ueber 70 auch mit schwersten Symptomen gar nicht mehr auf die Intensivstation kommen. Und irgendwie muss man ja entscheiden, wenn nicht genuegend Betten auf Intensivstationen vorhanden sind. Das andere Prinzip waere, „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ – ebenso schlimm. Aber eines der beiden ist wohl unumgaenglich. Ich moechte nicht in der Haut eines Arztes stecken, der das entscheiden muss.
    Fuer den Augenblick sieht es – weltweit – sehr duester aus, aber ich hoffe auf das Licht am Ende des Tunnels.
    Liebe Gruesse, und bleib‘ gesund,
    Pit

    Gefällt 2 Personen

  3. Lieber Achim
    auch ich meine, wir stehen am Rande einer Umwälzung, die zuvor nur Revolutionen bzw. Kriege hervorriefen. Wie ich es in meiner Ugebung erlebe, glaube ich nicht, dass sich der Anstand grundsätzlich ändern wird. Es zeigen deutlicher Gruppenunterschiede. Die grundsätzliche Veränderung, in die wir uns gebracht haben, ist dass das Virtuelle das Direkte radikal verdrängen wird. Die Welt wird indirekter, Isolation wird aus Sicherheit nötig und soziales und anderes Agieren wird virtuell bewerkstelligt, was auch ökologischer ist. Das Bild wird die Realität ablösen. Wenn ich mich dunkel erinnere, hat Alice Bailey damals so etwas gechannelt. Sie sah das als Weiterentwicklung zum Geistigen. Ich befürchte, die Bedeutung dieser `Krise´ wird uns erst langsam klar werden. Ich bin gar nicht so sicher, ob das, was kommen wird, ein nur Negatives seien wird. Aber sagte nicht bereits Freud, dass wir vor dem Anderen und Neuen stets Angst haben.
    Mit lieben Grüßen vom kleinen Dorf am großen Meer
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

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    • Lieber Klausbernd,

      Ich bin da, wie immer, skeptisch 🙂
      Vor der Krise ist nach der Krise. Der Mensch und seine Vergesslichkeit. Regierungen, die anschließend mit gleicher Politik fortfahren. Die global operierenden Wirtschaftsunternehmen, die denken nicht daran, etwas zu ändern, weil es ihren auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Geschäftsmodellen an den Kragen gehen würde. Der Konsument ist kein guter Revolutionär, dazu hat er zu sehr den Magen voll und es gebricht ihm vermutlich am Leidensdruck, wenn man mal von denjenigen absieht, die in Armut oder an der Grenze dazu leben. Eine Metaebene aller, die sich um die gerechte Verteilung des Wohlstands bemühen, sehe ich nicht am Horizont. Die Schäfchen stehen in unterschiedlichen sozialen Koppeln, deren Grenzen erst einmal aufgebrochen werden müssten.

      Liebe Grüße an die Fab Four
      bleibt gesund and stay home

      Achim

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      • Lieber Achim,
        hier in unserer Umgebung treten die Grenzen der unterschiedlichen `sozialen Koppeln´ jetzt deutlicher hervor.
        Deinen Satz „Der Konsument ist keine guter Revolutionär“ finden wir bemerkenswert, leider hast du da nur zu sehr Recht. Wen würde denn Marx heute als fähig zur Revolution sehen? Oder ist Revolution ein überholtes Konzept?
        Anyway, wir denken gerade über faschistoide Tendenzen nach, die Covid19 zu Tage treten lässt. In der Richtung werden wir wohl demnächst eine Post veröffentlichen.
        Ganz liebe Grüße, stay healthy, happy and at home
        The Fab Four of Cley
        🙂 🙂 🙂 🙂

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  4. Die Wölfe umkreisen uns schon lange. Waren sie je weg? Oder sahen wir sie von unseren Elfenbeintürmen aus nicht? Der konsume Tinnitus hat uns doch längst taub gemacht für die Leiden anderer. Die Zäsur ist fürchterlich, doch sehen wir unsere Chance darin? Oder nur die Felle davon schwimmen ~~~~~~~~~~~~~

    Lieber Achim, danke für die Denkverwirrbelungen. Genau diesen Austausch brauchen wir jetzt. Leitmedienfasten auch. Ich lege ein Kieselchen auf die andere Seite der Waage: Besinnung.

    Herzlichst, die Ihre.

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    • Liebste Werteste,

      der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, so hat einmal der englische Philosoph Thomas Hobbes markant festgestellt. Darüberhinaus glaube ich aber nicht, dass die aktuelle Krise zu einem Umdenken auf den verschiedensten Ebenen führen wird, ob politisch, sozial oder ökonomisch. Wenn das kapitalistische Wirtschaftssystem sich nicht selbst erneuert, vom Fetisch des Wachstums und der Gewinnmaximierung sich nicht verabschiedet, sich nicht ökologisch, ressourcensparend verhält, nicht in Kreisläufen umweltgerechter Produktionsverhältnisse denkt, dann, ja dann, wird alles beim Alten bleiben.

      Liebste Grüße
      passen Sie auf sich auf

      Ihr A.

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      • Liebster Wertester,

        gerade nachlesend fand ich den trefflichen Satz „Der Konsument ist kein guter Revolutionär…“ von Ihnen geschrieben. Und stimme seufzend zu. Wir leben tatsächlich im Zeitalter des Konsumismus und wenn wir nicht bald innehalten, diese Krise als Chance wahrnehmen, dann wird die Beschleunigung noch ärger sein. Versuchen wir es wenigstens, jeder in seinem Bereich. Im Moment werden die Weichen gestellt, wir können die Richtung ein wenig tarieren.

        Fliederduftgrüße, die Ihre.

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  5. Ja, lieber Pit, das war in Italien so, aber auch für einige Zeit im Elsass. Arzt zu sein und darüber nach festgelegten Kriterien zu entscheiden, wem geholfen werden kann und wem nicht mehr, wenn die Beatmungsgeräte fehlen, das muss furchtbar sein. Hoffen wir auf das sich nähernde Licht am Ende des Tunnels.

    Haltet euch wacker
    Und herzliche Grüße aus Freiburg

    Achim

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