Verstehen


Im Flug des Schmetterlings weiß ich, was das Andere bedeutet. Deinen Flug verstehe ich nicht. Deine Rede, nicht. Die unsichtbar bewegende Hand des Gedankenschwarms, sie verstehe ich nicht. Dein Gesetz nicht, wie du die Bücher aufschlägst, die Marmelade auf Hüttenkäse, die Art Wäsche zu falten, derlei Dinge verstehe ich nicht. Genauso wenig gelänge es mir, Ordnung in einen Taubenschlag zu bringen, in die Voliere meiner flatterhaften Gedanken. Das zu sezierende Unverständnis bin ich. Am Zeichenbretthimmel überkreuzen sich U-Form und V-Form unserer Flüge. Natur ist grausam und wir unseres Blutes überdrüssig. Das habe ich einmal gelesen, als das Unvermögen, zu verstehen, über mich kam. Ein totschweigendes Argument. Auch könnte ich sagen, dass die Passion meiner traurigeren Jahre diese Sätze schrieb. Es erklärt nichts, es ist der Taumel des Schmetterlings. Ich verstehe nichts davon. Das Zu- und Aufklappen der Flügel des Admirals ist alles was wir haben und, die Enden einer Brücke.

Kategorien:Allgemein

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: