Home Email Scroll Top Custom
Der Schlaf, an der Klippe hinunter zur Brandung,trug seine warmen Kleider, den Schal aus Dunst und wärmendem Tee. Das Gesicht verborgen in den Dornenprielen, den verwaschenen Vogelfedern, den Muscheln, deren Namen ich nicht kenne.

Gibt es ein Bestimmungsbuch des Schlafs, und wer liest Enzyklopädien über ihn, wenn er am Strand streunt, ein Mann mit tastenden Schritten, als fahre er die bedrückende Ernte des Alters ein? Oder ein Mädchen, durch dessen Hände die Wellenkämme rinnen, sie hängt sie aus in den Wind.

Was hat der Schlaf mit dem Meer, fragst du, es genüge, seinen sammelnden Fuß in den Schaum zu setzen, bevor sich das Wasser zurückzieht, in die Stille, die nichts vom Wollen weiß.

Nimm den Traum von der Stirn, wir folgen den Trippelschritten der Möwen, ihren dunklen Unterbäuchen, dem Tumult ihrer Schreie, ihrer selbstredenden Art, nur zu sein.

Ich flechte Dir den Reif aus Tang. Ich hörte einmal, dass er beredt mache, ein Raunen entlocke, man nennt es das Herz auf der Zunge, den küssenden postalischen Gruß aus der Ferne.

So klingt dein Atem aus. Du bist der Schlaf, in dem ich ohne Atem bin. An den Klippen hinunter zur Brandung. An der Schwelle des nächsten rastlosen Tages, ohne Wissen und ohne Zorn.

4 Kommentare

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: