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Cotswolds Skizzen(2) – The only running Footman


wirsindmehr

Nachbars Gras im Garten  ist immer grüner, wenn du deins nicht 
wässerst. Das kann hier nicht geschehen. Hier gibt es neighborhood 
watching über das Wachstum des Grases und jeder übernimmt für jeden 
die erste Wache.

Für die sinnlos vergeudete Zeit beim Warten auf den nächsten Bus gibt 
es kein Flaschenpfand. Time in a bottle. Was wäre ich reich. Money, 
bottled.

Ich bin nur noch ein Strich in der Landschaft. Ich ernähre mich von 
Luftbrücken aus Luft. 

Die Wolken stehen so tief, hätte ich eine Jakobsleiter zur Hand, ich
könnte sie berühren.

Odeur. Heute morgen lag ein Geruch über der Stadt. Kampfer, Arnika und
Ammoniak, Anteile von Urinalsteinpartikeln. Ich bin allerdings kein 
olfaktorisches Genie. Wie von Zauberhand verschwand er wieder. 
Der böse Traum hatte seine Augen aufgeschlagen.

Die Abbreviatur hinein ins englische, kulturelle  Sentiment führt über
die Poesie. Man kann sich dabei auch die Beine brechen, wenn es über
die hedgerows einer steeplechase geht, Hexameter und Couplets, Metrum
und Kadenz. Ich wette darauf, dass sich in Englisch verfasste 
jambische Fünfheber im Durchschnitt mehr bedeutungstragende Zeichen 
hineinpacken lassen als in ihre deutschen Pendants.

Wer in England wandert, sollte bridleway nicht mit dem Gang der Braut 
zum Altar verwechseln. Oder Fork mit einer auf dem Untergrund liegenden
Gabel. Trifft man auf einen Wandergenossen ungefähr gleichen Alters, 
möge man den Unterschied zwischen rent und pension kennen, bevor man 
sich in einem Gespräch über Zukunftspläne sinnlos verheddert. Man 
greife bitte auch nicht auf den Begriff running footman zurück, wenn 
man sich als Wandersmann abheben möchte von all den Auto- und
Busfahrern. Es kann durchaus sein, dass man alsbald einen 
unterschriftsreifen Vertrag zur Anstellung in einem stately home 
an der Backe hat. Und nicht an jedem kissing-gate stehen Teenager oder 
fortgeschrittenere Semester, die sich in aller Heimlichkeit küssen.

 

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Kategorien:Allgemein

2 Kommentare

  1. Lieber Achim,
    Dieser Beitrag liest sich very heavy on wire. Ich hangelte mich vergnügt zwischen möglichen Missverständnissen via falsch übersetzter Idioms und denke über Umschreibungen nach. Meine Mutter schrieb, als sie Guernsey besuchte wie sie die armen Insulaner mit ihren free-running-eggs verwirrte, die sie kaufen wollte von lucky chicks. Nicht chucks. Ein Buchstabe falsch, schon wird das Missverständnis zum Runaway.
    Na, so lange es liebenswerte Anfängerfehler sind, mag es free-running-eggs geben, weiß und lächelt Humpty Dumpty auf der Mauer.
    Liebe Amélie-Grüße und Danke für die phänomenal schönen Bilder.

    Gefällt mir

  2. Gern geschehen, liebe Amelie. Ich bin zur Zeit ziemlich angeschlagen, insofern kommen mir die Kommentarantworten und das Kommentieren auf den Blogs meiner Favoriten sehr sehr kurz. Ich bitte um Verständnis.

    Liebe Grüße

    Achim

    Gefällt mir

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