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Entrückung


Entrückung

Keine Schande ist es, zu bleiben. Du stehst
im Ornat deiner Reise, an ihrer Quelle.
Entrückung ist der geleugnete Anfang der Ahnung.
Kreuzgänge, die Stille ein Lamm vor der Scherung.

Du entflügelst dein Libellenleben,
gedämpft vom Raunen gekettelter Worte,
dem samtenen Kissen deiner Heimkehr.

Diese zu feiern,
unter den Sternenbäumen,
den sich schließenden Kelchen der Blätter,
bevor der Tau sie begehrt.

Das Stundenglas erzählt mir vom falben Mond,
dass er deine Briefe hortet,
in den Kratern seiner dunkelsten Seite.


(© Achim Spengler, Cotswolds, August 2018)
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Categories: Allgemein, Lyrik

4 comments

  1. Wow…. besonders das: “Diese zu feiern,
    unter den Sternenbäumen,
    den sich schliessenden Kelchen der Blätter,
    bevor der Tau sie begehrt”.

    Die Cotswolds scheinen dich sehr inspiriert zu haben!!

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  2. Lieber Achim,,

    Dein Gedicht ist faszinierend.
    Es heißt Enrückung,
    wirkt allerdings beim Lesen
    wie das genaue Gegenteil.
    Wie macht Du das bloß…?🧐
    Liebe Feengrüße

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