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Irland – Pubs – Zivilisation


Der liebe Gott, so Brendan Behan, habe den Alkohol nur erschaffen, um die Iren davon abzuhalten, die Welt zu beherrschen. Aber es gelang ihnen  immerhin, die abendländische Zivilisation zu retten, wie es Thomas Cahill in seinem Buch „How the Irish saved Civilisation“ ausführt.
Eine Behauptung, die auf den ersten Blick übertrieben scheint. Sehr viel ist geschrieben worden über die Anstrengungen irischer Mönche und  Priester bei der Verbreitung des Christentums im kontinentalen Europa. Dass die Insel der Heiligen und Gelehrten ein durch den heiligen St. Patrick importiertes Gefühl für das Lesen und Schreiben beherbergte, wie es nach dem Untergang des römischen Imperiums bis zum Mittelalter nirgendwo sonst existierte, dieser Umstand erstaunt mich schon ein wenig. Zumal Cahill in Irland gleichermaßen den Hort der westlichen Zivilisation und den  Garanten ihres Überlebens zu erkennen glaubt, gewissermaßen im Alleingang gegen die hunnischen und germanischen Barbaren, die den Kontinent überrannten.
Wie auch immer, Irland, dieser dämonischen Insel, so reizend und so verrückt, ist alles zuzutrauen. Der Besuch in einem Dubliner Pub kann ein kleines Liedchen singen von der Vehemenz, mit der die Iren die Fahnen der Literatur und der Musik hochhalten. Und sollte zur Zivilisation  der gemeinschaftlich zelebrierte überbordende Konsum von Alkohol gehören, so sind sie die trinkfesteste Ausprägung zivilisatorischen Verhaltens.

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All pictures © Achim Spengler

 

 

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Kategorien:Allgemein, Dublin, Photografie, ReisenSchlagwörter:, , , , , , ,

14 Kommentare

  1. Ach ja, die Pud-Tradition, lieber Achim, was waeren wir ohne sie. Irische Pubs kenne ich zwar (noch) nicht aus eigener Anschauung, wohl aber die britischen. Mit den irischen koennte das im naechsten Jahr klappen. Nicht nur weil meine Frau halb irischer Abstammung ist, sondern auch „ganz einfach so“, wollen wir unbedingt mal hin. Eine vierwoechige Tour fuer Irand und Wales habe ich schon ausgearbeitet. Mal schauen, was wird.
    Liebe Gruesse,
    Pit

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    • Unbedingt da hin, lieber Pit. Und vier Wochen, liebe Güte, da bekommt ihr sicher einiges zu sehen. Die Kombination Wales und Eire hat was für sich. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch da tummelt und freue mich jetzt schon auf die Reisebilder 🙂

      Liebe Grüße aus Freiburg

      Achim

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      • Mal sehen, was wird, lieber Achim. Mein Plan sieht vor: drei Wochen Rundreise [wirklich ziemlich „rund“, naemlich rund um die Insel, nach einem Aufenthalt in Dublin fuer ein paar Tage], und dann eine Woche im westlichen Wales. Wenn es etwas wird, kommt natuerlich ein Bericht, mit Fotos. Falls ich bis dahin mit dem Bericht ueber unseren vergangenen Roadtrip fertig bin. 😀 Das zieht sich, weil ich da eine ziemliche Menge Bilder zu bearbeiten und auszuwaehlen habe, und weil mir dann so viel zu schreiben einfaellt. 😉
        Hab‘ ein feines Wochenende,
        Pit

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        • Uh, auch Wales hat natürlich seine Reize … anspruchsvoll, ambitioniert eure Pläne, und es würde mich tierisch freuen, aus deiner Kameraperspektive Bilder erhaschen zu können.

          Liebe Grüße aus dem heißen Freiburg (obwohl die Temperatur bei euch noch höher sein wird)

          Achim

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          • Ich gebe zu, ambitionert ist der Plan, aber da war mein Motto „wenn schon, denn schon“. 😉 Mal sehen, ob wir den Plan im naechstenJahr verwirklichen koennen. Schoen, dass Du Dich jetzt schon auf meine Bilder freust.
            Liebe Gruesse aus einem ebenfalls heissen Fredericksburg,
            Pit

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  2. Great gallery! I’m sure i’ve been in one or two of them …

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  3. „Is fearr an t-imreas ná an t-uaigneas.“ (nuschelt sich deutlich mit dem Mund voller Whisky, kleiner Kartöffelchen oder Marmormurmeln…) und bedeutet übersetzt aus dem Gälischen:
    „Besser der Streit als die Einsamkeit.“ (wobei ich den Streit als den Widerstreit oder Kampf verstehen will)
    Das ist ein Lieblingsspruch von Brendan Behan und es ist ein guter Lieblingsspruch, finde ich.
    Ich wandere nun schon zum dritten Mal durch Deine Pub-Impressionen.
    Da wird mir auch ohne Bier und Whiskey gemütlich zumute.
    Haben die Iren eigentlich ein Wort für gemütlich?

    Liebe sommerliche Feengrüße aus dem aufgeheizten Teuto

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    • Die Iren haben sicher ein Wort für Gemütlichkeit, wohl eher in unserem Sinne im Gälischen verwendet. Der „Coziness“ haftet wahrscheinlich eine englische Herkunft an. Es wäre interessant da mal etymologisch ranzugehen.
      Holla, ich hab da was gefunden: gemütlich auf gälisch soll „compordach“ heißen, aber frage mich nicht wie es ausgesprochen wird.

      Liebe Hitzegrüße aus Freiburg, aus dem vierten Stock unterm Dach juchhe ..

      Achim

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  4. There’s definitely something of enchantment about Ireland. And not only for the Guinness 🙂 🙂

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