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Dublin – Impressions


Ein Fremder ist ein Freund, dem man nur noch nicht begegnet ist.
Irische Volksweisheit

 

All pictures ©Achim Spengler
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Das eigentliche Erbe der Iren ist diese Vertrautheit mit zarten und zauberischen Dingen, das Ohr für die Musik der Schöpfung, die Gabe, von alledem etwas aussprechen zu können. Und Eire, das Irland von heute, das nach tausend Jahren unsäglicher Drangsale und Leiden seine Freiheit wiedererlangt hat, zeigt in seinem Wappen nicht das Schwert seiner Rebellen gegen fremde Gewalt, sondern die goldene Harfe seiner Barden und Dichter.
(Padraic Colum)

Das Wetter, wie die Bewohner, hat einen akuten Charakter, es bewegt sich in schärferen Gegensätzen;
der Himmel ist wie ein irisches Frauengesicht, Regen und Sonnenschein folgen sich auch da plötzlich und unerwartet,
aber für graue englische Langeweile ist kein Platz.
(Friedrich Engels)

Zwar ist Irland klein, aber kein Ire glaubt das wirklich.
(Colm Tóibín)

 

 

Irland beginnt mit dem Land, dem A und O aller Dinge hier  – eine gletschernarbige alte Schönheit voller Anmut und Größe, moosgrün wie ein heiliger Brunnen. Es ist die Heimstätte alter Helden, ein Resonanzboden für Märchen, ein Ort, an dem nichts vergessen worden ist. Es ist auch ein Land der Stimmen, die von nichts anderem reden als von Irland, von seiner Geschichte und den Menschen, die es hervorgebracht hat. Die menschliche Stimme – ohne die Krücke der Elektrizität – ist immer noch die subtilste Macht im Lande, und trotz ihrer Gedämpftheit kann nichts sie zum Schweigen bringen.
(Laurie Lee)

Wo auch immer ich mich aufhielt in Irland – dies war das Geheimnis seines Zaubers, dass das Land lächelte unter Wolken von Schwermut.
(A. E. Johann)

 

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27 Kommentare

  1. schöne fotos. sieht alles recht „heimelig“ aus. ich mag auch das darunterstehende zitat sehr, das ich etwas anders kenne und zwar so: fremde sind freunde, die wir noch nicht kennen gelernt habe. ich hoffe, du hast dich gut erholt und dass die erholung noch etwas anhält.

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  2. Deine Dublin-Posts sind wunderbar, Achim! Ich kenne die Stadt und kann nur bestätigen: Genau so vielseitig und gleichzeitig speziell ist Dublin, ist Irland überhaupt! Das spiegelt sich bei dir nicht nur optisch, sondern auch sofort in deinen im heutigen Fall – ausgezeichnet gewählten Zitaten wider.

    Wir wären eigentlich seit gestern wieder in Irland unterwegs, quer durchs Land, aber auch in Dublin, gute Bekannte wiedersehen. Die sich ungefragt hereingemogelte Krankheit hat leider einen Strich durch sämtliche Planungen gemacht. So schaue ich natürlich besonders gern hier vorbei und betrachte sehr interessiert deine Impressionen. Macht sehr viel Freude!

    LG Michèle

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    • Hallo Michèle,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Schade, dass ihr verhindert seit, eure Reise nach Irland anzutreten. Ich wünsche baldige Genesung. Ich habe mich diesmal ein wenig mehr auf die Umgebung von Dublin konzentriert. Es gibt da ein paar wunderschöne Fleckchen, in die man einfach nur versinken könnte. Sweet Eire 🙂

      Liebe Grüße aus Freiburg

      Achim

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  3. Diese „Impressionen“, lieber Achim spiegeln meiner Meinung nach Dublin’s Charakert ganz wunderbar! 🙂
    Liebe Gruesse,
    Pit

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  4. Ich bin beeindruckt von der Unterschiedlichkeit und den vielen Impressionen, denn ich kenne Irland leider persönlich gar nicht.

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  5. Von einem scheinen mir die Bilder und die dazu ausgewählten Zitate ganz besonders Zeugnis abzulegen: von deiner Liebe zu diesem Land, seinen Menschen, seinen Schönheiten und Brüchen. Danke für diesen wundervollen Teaser, Achim!

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    • Irland ist tatsächlich neben England (aber auch Wales nicht zu vergessen) mein Lieblingsland. Es ist so vielfältig, nicht nur landschaftlich, sondern auch was die bunte Vielfalt der Menschen anbetrifft, die inzwischen in Dublin wohnen und arbeiten. Man kann tatsächlich Länder lieben 🙂

      Liebe Grüße aus Freiburg

      Achim

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  6. Ich liebte Irland sehr, bis ich 2006 zur Hochzeit des schnellen Geldes da war. Die Straßen Dublins von dicken Autos verstopft, Autobahnen, die quer durchs Land getrieben wurden. Das liebenswerte an den Iren war, dass sie zwei Jahre später, als alles Geld verspielt war, über ihre Dummheit einfach lachen konnten.

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    • Du triffst da einen kritisch zu bewertenden Punkt. Die Gentrifizierung in Dublin greift um sich, die Immobilienspekulationen, die wuchernden, modernen Bauten, die keine Rücksicht mehr auf das Gewachsene nehmen. Der Ausbau und die Modernisierung der Straßen an der Peripherie und Umgehung ist nicht zu übersehen. Trotzdem, es bleibt dieses Trotzdem, über allem, ich wage nicht daran zu denken, was mit Irland noch geschieht.

      Gruß

      Achim

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  7. Sehr schöne Eindrücke, lieber Achim. An den meisten Orten waren wir auch, Wiedersehen macht Freude! 🙂
    Herzliche Grüße aus Norfolk,
    The Fab Four of Cley

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  8. Vielen Dank, lieber Klausbernd. Ich kann mich ja noch daran erinnern, als ihr damals wunderbare Bilder aus Dublin in eurem Blog eingespielt hattet. Ich hätte gerne auch Bilder von der alten Bibliothek des Trinity College machen wollen, wenn nicht endlos lange Schlangen davor mich davon abgehalten hätten. Ihr hattet wunderschöne Bilder im Inneren machen können.

    Liebe Grüße nach Cley zu den Fab Four.

    Achim

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  9. Simply wonderful! 🙂 🙂 Have a great weekend, Achim!

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  10. Lieber Achim,
    Deine Beiträge entschleunigen selbst solche Fleuchviecher wie mich. Sie genüsslichen mir Zeit an Stellen, die ich längst (fast) vergaß und führen mich zurück in die irische und romantische Jugendzeit. Du steckst so viel geballten irisches feeling in Bilder, Gedichte, Informationen, dass die alten Wälder und Harfen wieder aufblühen als sei es erst gestern gewesen und nicht vor dreißig Jahren, dass ich einen irischen Kumpel hatte und auch einen schottischen, die von Anfang an keine Fremden waren, sondern eher so wie der Nachbarjunge, auf Besuch im fremden Land. Wenn Brent, der Ire von Irland erzählte, begannen seine hellblauen Augen zu strahlen, zu funkeln und zu leuchten. Und George, der angehende schottische Ranger, stupste ihn mit dem Ellenbogen an, verdrehte die Augen und stöhnte: Now he is dreaming again and lost for the whole day. Brent war der Zartere der Beiden, der Philosoph und der, der mir als erster James Joyce überhaupt nahe legte. Die Iren sind Insulaner und für Insulaner ist ihre Insel ein Spiegel der ganzen Welt, sie können im Optimalfall einmal um die Insel fahren und wissen aber niemals so richtig wo sie anfängt und aufhört. Das ist auch von Vorteil, finde ich, wie eben das geschlossene Kapselsystem einer kleinen Welt. Vielleicht sind die Iren deswegen so eigen und auch verzaubernd, denn ihre Kultur war immer umkreist vom Meer und die Iren können sich auf einen Berg stellen und auf das Meer schauen wenn sie wollen. Sie lassen grüne Äpfel aus Fenstern das Haus hochkullern. Sofort rieche ich grüne Äpfel. Sie stopfen kleinste Geschäfte größtmöglich voll und machen sie gemütlich und nicht voll gestellt damit. Das muss eine irische Kunst sein. Wie die Harfenkunst, wobei ich die Fiedeln auch sehr mag. Und die Trommeln und….
    …Balymaloe’s Mint Jelly….
    Solche Namen kann es einfach nur in Irland geben, oder? Man schmeckt die grüne Minze auf der Zunge, sie balymaloet darauf herum und schmeichelt sich hinter die Kiemen ohne auch nur ansatzweise erahnen zu können, wie himmlisch sie erst schmecken muss…

    Danke für diese vielen grünen Eindrücke, den sympathisch bebilderten Spaziergang und die literarischen Aufmerkworte.

    Liebe Grüße von Stefanie Karfunkelfee

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  11. wuderschöne Impressionen, die meine Vorfreude auf das Land schüren…
    Danke sehr fürs Mitnehemen!
    Liebe Sonnenscheingrüße

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