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Brot und Salz


Ich bot dir die kostbare Restschuld, verwegen und verschämt. Du wehrtest sie ab mit dem schroffen Lachen der Entschiedenheit. In jenem Jahr vermaß ich die Ungeduld sorgsam und bin doch  verspätet, dir treue Worte bittend anzudienen. Ich sitze an deinem Gabentisch, richte Gedecke her für das Brechen des Brotes. Ich wäge, dass du nie älter sein wirst als das gedankenlose Gestern, als das Schultertuch, das Zeiten stillend hüllt, nie älter als der Wein, der Augen netzt, bis sie die Sehnsucht schmecken, die Kost von warmen Wintertagen und den Feind der Unrast. Nichts verachtet unverstellter als dein Lachen, dein Salz ohne das Brot.

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Kategorien:Allgemein, LyrikSchlagwörter:, ,

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