Brot und Salz

Ich bot dir die kostbare Restschuld. Du wehrtest sie ab mit dem schroffen Lachen der Entschiedenheit. In jenem Jahr vermaß ich die Ungeduld sorgsam und bin doch verspätet, dir treue Worte bittend anzudienen. Ich sitze an deinem Gabentisch, richte Gedecke her für das Brechen des Brotes. Ich wäge, dass du nie älter sein wirst als… Weiterlesen

Notate 14 – Schwarze Schwäne

Vielleicht klingen die Melodien des Untergangs besonders melancholisch, weil sie mich gefangen halten wie Sirenen, ohne die gebundenen Augen jedoch oder gar die verstopften Ohren. Die Bewegung der Resignation, noch bevor die Anstrengungen angedacht worden sind, derer es bedarf etwas Kleines zu tun, wie, sagen wir, den Planeten zu retten. Es wird niemand mehr da… Weiterlesen

Das Gleichgewicht der Kolibris

Du sinkst aus dem arglosen Licht. Aus meinem schwerelosen Tag, dem   streunenden Wohlergehen und dem gleichmäßigen Atem der Stille. Du ernährst mich mit  fadenscheinigen Zeiten, die zu Brosamen zerfallen, unbesungenen Liedern. Du hältst mein Gedächtnis unter Kuratel. Es bemüht sich redlich, dich zu beschweren. Wie einen Brief, aus dem man erregt zitieren möchte, als sei… Weiterlesen