Notate 5 – Muhammad Ali

Die größte Zuneigung beginnt, wenn den raffinierten Erscheinungen der Abneigung ein läuternder Zugang zum Sitz der Sympathie und der Empathie geöffnet wird, ein Byepass zum Herz. Ich habe ihn erst viele Jahre später schätzen und lieben gelernt. Da war seine Karriere lange vorüber und die sinnliche Athletik seines Körper an die Krankheit verloren, seine Geschichte… Weiterlesen

Notate 4

„Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“  Man könnte ergänzen, dass die, welche hatten, sich mit immer weniger zufrieden geben müssen und sich ihre Zukunftsaussichten in Luft auflösen. Ihre Ängste bekommen Zuwachs und der Sündenbockreflex feiert kollektive fröhliche  Urstände. Obiges… Weiterlesen

Notate 3

Vielleicht erwächst aus dem elektrifizierten Willen zur permanenten Selbstveröffentlichung ein papierner dialektischer Backlash. Zurück zu den Notizen eines Privaten und einer Intimität, einer Verschlossenheit und  des Geheimnisses. Die Verborgenheit der Zwiesprache des Ichs mit seinem Gegenüber. * Belletristische  Literatur sollte sich aus den zeitgenössischen Schrecknissen heraushalten. Es ist nicht möglich, in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum… Weiterlesen

Notate 2

Im Zug zur Arbeit, Raucherabteil, damals.  Auf der Ablage ein gemaltes Herz und daneben: Lieben, das ist es. Und darunter: ok! Dabei dachte ich: Ich schleppe mich durch dieses Leben wie ein Schlafwandler, und bin glücklich. * Das Haiku: die unendliche dichte Masse vor dem Urknall der Literatur; vielleicht ist es das Begehren von Literatur,… Weiterlesen

Notate 1 – Terror

Ob London, Paris , Berlin oder XYZ von ideologischer Gewalt geschlagen wurden oder von soziopathischer Wut oder von beidem oder von allem, ist mir gleich. Vielleicht kann die Mathematik, das Gesetz der großen Zahl (in bewusst falsch verstandenem Sinne) aufklärendes Licht ins Dunkel bringen und uns von der Betroffenheitsduselei befreien. Die terroristische Anmaßung wie eine… Weiterlesen

World Poetry Day

Zum Tag der Poesie He Wishes for the Cloths of Heaven by W. B. Yeats (1865-1939) Had I the heavens’ embroidered cloths, Enwrought with golden and silver light, The blue and the dim and the dark cloths Of night and light and the half-light, I would spread the cloths under your feet: But I, being… Weiterlesen

Grausamkeit und Glück

Du sagst, es gibt nichts mehr zu sagen. Das Unerhörte hat nichts mehr zu sagen. Es hat sich entfernt, in eine Distanz, die das Gewissen nicht mehr lautdröhnend erschüttert.  Ich sage, es ist noch nahe, da wir wüssten, dass Austerität den Selbstmord befeuert. Ich sage, wir erinnern uns,  dass sich Scheußlichkeit und Infamie die Klinke… Weiterlesen

Gemeinsame Werte mit einer Diktatur?

Ursprünglich veröffentlicht auf form7:
Verteidigungsministerin von der Leyen hat in einer schneidigen Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz die Politik der Bundesregierung klar umrissen. Sie anerkenne die Aufforderung der USA, sich an den Kosten des Bündnisses adäquat zu beteiligen. Das bedeute, so wie gleich Fachleute ausrechneten, die Erhöhung des bundesrepublikanischen Wehr-Etats um 30 Milliarden…