Blasphemie


Wenn religiöse Zungen meinen Unglauben lästern, darf ich das Blasphemie nennen? Und wäre dieser Tatbestand auch justiziabel, da sie nicht meinen öffentlichen Frieden stört, aber meinen privaten, z.B. durch lauten Glockenschlag in unmittelbarer Nachbarschaft?  Die Beleidigungen und Verhöhnungen, denen  sich die Vernunft durch Glaube und Unvernunft ausgeliefert sieht, Blasphemie zu nennen, könnte den  Begriff endlich aus seiner etymologisch-semantischen Geißelhaft befreien. Vielleicht wäre das der erste Sargnagel aller Religionen, der Arbitrarität und Konventionalität ihrer Zeichensysteme.

Kategorien:Allgemein

15 comments

  1. Nein, das darfst du nicht Blasphemie nennen. Blasphemie bezieht sich nicht auf Glaubenssätze oder Überzeugungen, sondern auf die Beschimpfung (Lästerung) des Gottes, eines Gottes, einer Göttin bzw des Göttlichen im allgemeinen (zB ich sch… auf Aphrodite). Ein altgriechisches Wort. Für dein Problem musst du dir ein anderes Wort suchen. Guten Abend. Und: Oropax oder (in meinem Fall) Schwerhörigkeit hilft in manchen Situationen.

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    • Oropax heißt ‚Ohrfrieden‘.
      Wohl wahr.
      Wenn ich mir so etwas in die Ohren stopfen, dann höre ich überhaupt nichts mehr außer mir selbst.
      Das ist dann zwar sehr friedlich aber auch sterbenslangweilig.
      Also schnell raus aus den Ohren die Wachspröppel…das Leben ist mehr als das Rauschen des eigenen Blutes…und die eigene Stimme…
      Ich empfehle große Muscheln.
      Kann man das Meer drin rauschen hören, schult das Gehör für feine Töne…

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  2. Manchmal muss man Wörter aus ihren angestammten Bedeutungen befreien. Ich bleibe bei Blasphemie🙂

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  3. Hm… Blasphemie…das ist Gotteslästerung, befreit oder nicht…
    Müssen wir erst einmal ‚Gott‘ klären und den auch mit befreien.
    Den Glauben, der nicht weiß und darum eben glaubt.
    Doch Herr Goethe wusste schon in seinem Faust, das Spekulation etwas Verteufeltes und Blindes sein kann und Dante führt seine Leser durch alle tiefen schwarzen Höllenkreise hindurch und lässt sie sich gnadenlos erkennen, die dunklen Abgründe die man in sich trägt, ohne deren Existenz es nicht möglich ist, das Licht zu sehen…
    Ich weiß nicht, ob es gut ist, etwas gleich mit justiziablen Daumenschrauben anzugehen um ein Geständnis zu erzwingen. Jeder sollte heute wissen, was eine Hexenjagd ist und was Diffamierungen und Denunziationen mit dem Leben von Menschen und ihren Gefühlen anstellen können. Das Bewusstsein sollte soweit entwickelt sein, um das zu beherzigen. Dann braucht die Religion keinen Sargnagel. Dann ist sie das, was sie eigentlich immer behauptet sein zu wollen: Kommunikation untereinander und das Fördern eines höheren Bewusstseins und Verständnisses zum Miteinanderleben. Dann bräuchten wir die Blasphemie gar nicht mehr, weil wir keinen Gott zum Daranfestklammern mehr bräuchten den wir verantwortlich machen können für unsere menschlichen Fehlbarkeiten.
    Das müssen wir untereinander lösen lernen…

    Vorösterliche Grüße von Stefanie

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  4. DIe Mohammed Karikaturen waren blasphemisch, zumindest haben es Muslime weltweit so empfunden. Da war von Allah keine Rede. Wikipedia spricht von Blasphemie als dem Verhöhnen oder Verfluchen bestimmter Glaubensinhalte einer Religion. Auch hier kein unmittelbarer Bezug auf einen Gott. Den Göttern „gewährt“ man einen anderen Begriff, Gotteslästerung🙂 Blasphemie ist nun einmal justiziabel. Auch in Deutschland, an gewisse Voraussetzungen gebunden, nicht immer gedeckt durch Meinungsfreiheit oder Religionsfreiheit. Welche Justiziabiltät Blasphemie in arabischen Ländern zu erleiden hat, kann jeder nachschlagen. Mein gedankliches Konstrukt oben sollte wenigstens etwas verständlich sein. „Zur Förderung eines höherern Bewußtseins und Verständnisses“ bedarf es keines Gottes, keiner Religion. Wer das behauptet, macht es sich bequem und einfach und leert die Karre menschlicher Verantwortung auf Gottes Müllhalde aus. Nenne mir ein Gran Mitmenschlichkeit, das nicht ohne einen Gott und seine eifernden Proselyten auskommt.

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  5. Dein gedankliches Konstrukt verstehe ich schon. Ich versuche, darauf einzugehen. Allerdings musste ich erst einmal Proselyten nachschlagen (wo findest du diese Wörter???) ..“Arbitraritäten“ trat bei mir auch nicht gerade gut gebunkertes Wissen los, ich verband also instinktiv eher etwas Holziges und Sperriges damit. Dann googelte ich „Blasphemie“ (nur zur Sicherheit und Überprüfung). Das ist Gotteslästerung, sagt Wiki. Du verwendest es im Sinne einer Verleumdung, einer Rufschädigung und die ist in unserem Land ein Straftatbestand. Meinungsfreiheit hört dort auf, wo sie Schaden anrichtet, Ablästern kann da schon völlig ausreichen. In vielen Fällen kann mit einer Entschuldigung oder einer Löschung von etwas Denunzierendem , wenn das möglich ist, schon sehr viel erreicht werden.
    Zu allen Zeiten bedienten sich Menschen der Religion als Schutzschild, der Immunität ihres Verhaltens, zur Absolution ihrer Sünden. Als könne irgendein Gott den Büßerjob für sie tun.
    Ich kenne einige Menschen, die ganz ohne Gott und eifernde „Beschnittene“ (also meinst du sinnbildlich die jüdischen Proselyten, habe nachgelesen…) auskommen. Denn Religionen dogmatisieren und beschneiden. Auch die „eigene Religion“, die sich auf der Basis der erworbenen Lebenserfahrung gründet. Traumata werden übrigens auch „erworben“. (Anmerkung am Rande…)
    Wer die eigene Religionsfreiheit liebt und davon überzeugt ist, keinen Glauben braucht, der ist stark und frei genug, anderen ihre Religionsfreiheit zuzugestehen, sogar dann, wenn sie keine Religionsfreiheit haben und einen festen, von Dogmen beschnittenen Glauben vertreten.
    Diese Akzeptanz ist eine Form von Mitmenschlichkeit und die gibt es aber. Sie gedeiht und wächst im Kleinen, doch nur dann, wenn sie bereit ist, ihre eigenen festen Überzeugungen auf den Opferaltar ihres Willens zur so genannten „Meinungsfreiheit“, Selbstgerechtigkeit und Selbstbehauptung zu legen und sie zu schlachten. Zur Förderung eines höheren Bewusstseins und Verständnisses, um die von dir gänsegefüßten Worte noch einmal aufzugreifen und auch wenn sie vielleicht pathetisch klingen mögen, bedarf es erst einmal sich selbst und dann einander und der Bereitschaft voneinander partizipieren zu wollen.

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    • Mit Proselyten meine ich ganz allgemein die zu einem ersten Glauben, oder zu einem anderen Glauben Bekehrten.

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    • Sorry, hatte gestern Abend keine Zeit mehr, auf deinen Kommentar näher einzugehen. Das Wort „Religionsfreiheit“ beschreibt nicht, wie ich in Bezug auf Religion denke. Das würde ja bedeuten, dass ich mich von Religion gewissermaßen habe freikaufen müssen. Religion spielt, außer in der Betrachtung ihrer Texte als fiktive, literarische, in meinem Leben keine Rolle. Insofern kann ich auch nicht als Ungläubiger denunziert werden, egal von welchen monotheistischen Gotteschäfchen auch immer, weil das bedeuten würde, mich nur verhalten zu können in Bezug auf Religion. Das ist nicht der Fall.
      Im Übrigen, ohne Gott gäbe es keine Sünden. Allein dieser Tatbestand, an dem man die Ausformulierung des Glaubens in Richtung Unterwerfung und Sanktion ablesen kann (abgemildert aktuell im Christentum, bisweilen drakonisch im Islam, wenn es dort um die Apostasie geht), spottet dem Konstrukt eines wahrhaft freien Menschen. Im Übrigen werde ich nie einer Religion zugestehen, sich in meine menschenrechtlichen, freiheitlichen Belange einzumischen. Die Religionen sollten es mit Baruch de Spinoza halten: Gott ist so groß, so vollkommen, dass er nichts tun kann, was seiner Vollkommenheit widerspricht. Darf man Gott beleidigen? Ja, klar, würde Spinoza sagen. Weil sich Gott nicht beleidigen lässt. Gott ist groß und erhaben über jede Beleidigung. Im Sandkasten der Religionen sitzen die Schäfchen und streiten über den einzig wahren Gott. Wie naiv, wie unreif, Kinderlein eben. Wenn es nicht doch so blutig wäre und, darauf können noch Wetten abgegeben werden, noch blutiger werden wird. In der Diplomatie sind Kompromisse der Königsweg zur Einigung. Im Palaver der Religionen könnte ein Kompromiss am Horizont der Zeiten auftauchen, wenn die Religionen ihn denn schließen könnten, was nicht wahrscheinlich ist, da er ihre Selbstabschaffung bedeuten würde.

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      • Ist Religionsfreiheit nicht ein Grundrecht eines jeden? Im Grundgesetz sogar festgelegt? Zu welchem Preis erkaufst Du sie Dir denn?
        Ich bin nicht bereit, für ein Grundrecht zu bezahlen.
        Ich halte es übrigens mit meinen Anschauungen Religionen betreffend ähnlich wie Du: Niemand hat das Recht meine Freiheit zu beschneiden und schon mal gar nicht durch wissenschaftlich höchst fragwürdige Annahmen, die ich durch puren Glauben bestätigen soll, weil ich dann besser mit meinem Nachbarn klarkomme? Dafür brauche ich nicht Gott, sondern mein und das Wohlwollen des Nachbarn. Wenn einer von uns beiden nicht wohlwollend sein will, kann ich noch so bibelfest sein, das nützt mir in einem solchen Fall rein gar nichts.
        Wusste auch schon Friedrich Schiller in Wilhelm Tell… (Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt)

        So viel zu meinen Glaubensgrundsätzen.
        Spinoza passt sehr gut, ja! Er sagt auch etwas sehr Gutes zum Hochmut:
        „Der größte Hochmut oder der größte Kleinmut ist die größte Unkenntnis seiner selbst.“
        Im Umkehrschluss bietet eine Religion die bequemste Lösung, Unkenntnis über sich selbst an das „Höhere“ zu delegieren.
        Doch andererseits gibt es viele Menschen, die Trost suchen in einer höheren Macht. Nicht jeder ist so stark, dass er einen Verlust oder Schmerz gut mit sich selbst austragen kann. Dann kann ein höherer Glaube hilfreich sein um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und das Gemüt in eine positivere Stimmung zu bringen, einen Schmerz zu verarbeiten.
        Allerdings…bin ich auch hier der Meinung, dass ein himmlischer Höherer nicht so gut Trauer trösten kann wie menschliche Zuwendung und Nähe oder persönliche Worte. Bin da wohl eher pragmatisch.

        Deine düstere Prognose bestätige ich insofern, als auch ich befürchte, dass das Blutvergießen noch zunehmen wird…
        Weil ich sehe, wie viele Stimmen so ein D. Trump bekommt…
        Weil Menschen sich immer noch so leicht von ihren Emotionen und Meinungen abhängig machen lassen… Könnten sie nur erkennen, dass sie selbst wie der unveränderliche Himmel sind und ihre so wichtigen Gefühle nur vergängliche Wolkenbilder…

        Nur durch Kompromisse, mit denen alle Seiten gut leben können, funktioniert Diplomatie. Der Kompromiss zwischen Religionsfreiheit und Religionszugehörigkeit könnte nur zustandekommen, wenn alle Ungläubigen und Gläubigen einander in dem wie sie sind respektieren und niemanden in seiner Freiheit versuchen zu beeinflussen, einzuschränken oder ihm zu schaden.

        Das Problem der Religionen ist ihre Eitelkeit, ihre Machtgier, ihre Skrupellosigkeit, ihre Selbstüberschätzung in ihrer Wichtigkeit, ihre wirklichkeitsfremde Einzigartigkeit und ihr Absolutismus.
        Religionen werden von Menschen gemacht, nicht von Göttern und dementsprechend menschlich sind sie eben auch…

        …das wissen nur anscheinend noch viel zu wenige…

        Jetzt musste ich natürlich „Apostasie“ wieder mal googeln (war klar!) und trete erst einmal weg oder beiseite, aber nicht gleich ganz aus.

        Ich wünsche Dir einen sonnigen Ostersonntag.

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        • Die Religion (oder ihre Abwesenheit) im persönlichen Leben eines Jeden sollte Privatsache sein. Sie ist so wenig grundgesetzlich schützenswert (wie ihre Nichtausübung schützenswert ist) wie die fanatische Liebe zur Literatur von Shakespeare oder Milton, oder Rumi und Mutanabbi, oder eben deren Ablehnung. Ich erkaufe mir Religionsfreiheit ja nur unter Rückgriff auf das Grundgesetz und nicht aus purer Selbstverständlichkeit heraus. Das Grundgesetz meint zum einen die positive Religionsfreiheit, dass ich also überhaupt (konkurrierende) religiöse oder (konkurrierende) weltanschauliche Handlungen vornehmen darf. Im negativen Bezug der Religionsfreiheit hat sich der Staat diesbezüglicher Vorschriften ganz zu enthalten, mir also auch die Freiheit VON Religion zu gewähren. Auch das eine bloße Selbstverständlichkeit, wie man meinen sollte. Warum diese Arten der Religionsfreiheit kodifiziert sind? Das liegt an den (blutigen) Geschichten der monotheistischen Religionen und der Angst, sie könnten im Deutschland des Grundgesetzes aufs Heftigste miteinander kollidieren, wenn man ihnen nicht von vorneherein die gleichen Rechte auf Ausübung zugesteht. Diese Angst ist nicht unbegründet, wie man aktuell erleben muss. Die freie Ausübung der Religion (auch die Freiheit VON Religion) sind überflüssige Verfassungsgüter, aus meiner Sicht. Ich habe da aber leicht reden, da ich nicht über Dominanz einer Religion über eine andere verfassungsrechtliche Einwände zu erheben habe, ohne die sich die Anhänger der Religionen die Köpfe einschlagen. Sie tun es gleichwohl, auch ohne verfassungsrechtlichen Gehorsam. Für mich sind Religionen einfach nur obsolet.

          Auch einen schönen Ostersonntag für dich

          Achim

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          • Religion ist Privatsache, das sehe ich genauso wie Du. Auch, dass sie grundsätzlich so wenig schützenswert ist, wie es schützenswert sein sollte, keiner Religion zugehörig sein zu wollen. Religionen sind ein hochzweckorientiertes und dabei autonom erscheinendes Steuerungsinstrument für Politik und Wirtschaft. Ein Problem stellen die unterschiedlichen Entwicklungsstufen dar. Die eine Religion verteidigt ihre Existenz und Interessen noch aggressiv, auf altbiblische Weise, mit Gewalt, Zähnen und Klauen, während eine andere Religion diese Grabenkämpfe bereits vor fünfhundert Jahren hinter sich brachte und nach Völkerverständigung sucht, sich einen gewissen Respekt vor anderen Religionen erarbeitet hat. Dieses Grundrecht der Religionsfreiheit wird leider benötigt, obwohl, wie Du richtig sagst, diese gegenseitige Toleranz, obligatorisch sein sollte und nicht erzwungen zu werden braucht. Wilhelm Busch sagt, dass Toleranz gut sei, doch nicht gegenüber den Intoleranten. Dafür brauchen wir dieses Grundgesetz, an das sich leider nicht viele wirklich halten. Anscheinend kennen sie es nicht oder wissen nicht, dass es ein Grundrecht ist, seine Religion leben zu dürfen, genauso, wie sie abzulehnen und zu -erkennen. Ich sehe hier ein ethisches Bildungsproblem. Eine Blogfreundin schrieb mir mal in einem Kommentar, wie wichtig sie Ethikunterricht an Schulen fände. Statt Religionsunterricht.
            Ethikunterricht in Schulen und das Pflegen und Erlernen richtigen Diskutierens miteinander, Sprachförderung für ein besseres Verständnis und Werte-Erziehung könnten vieles positiv verändern. Denn eine gute Herzensbildung benötigen alle Menschen und durch die zunehmende Verlagerung der Vermittlung dieser Werte durch die Eltern in die Verantwortung der Schulen und anderer Institutionen wie Kindergärten, verändern sich auch die Anforderungen an die Erzieher und Lehrer von heute. Sie müssen jetzt viel mehr Verantwortung tragen für die Erziehung der Kinder als noch vor dreißig oder zwanzig Jahren. Die Schule meiner Tochter setzt das schon sehr gut um. Ich befinde mich mit ihren Lehrern in einem ständigen und guten Austausch. Sie suchen den Kontakt zu den Eltern. Doch was fehlt, ist nach wie vor ein Unterrichtsfach, das die Kinder ethisch ausbildet und schult, die Toleranz fördert und auch die Fähigkeit, Verantwortung für sich selbst und eine Religion oder auch keine im Leben zu übernehmen. Denn die häufig mit Beruf und Erziehung überforderten Eltern können das nicht mehr so leisten wie zu früheren Zeiten in den tradionellen Rollenbildern, in denen der Vater pünktlich nach Hause kam und die Mutter immer für die Kinder da war. Die Religionen hinken dem modernen Zeitgeist hinterher und propagieren immer noch die alten Bilder. Sehr kontraproduktiv für die Aufgeschlossenheit einer Gesellschaft, die sich ständig und mit großen Sprüngen in Wissenschaft und Forschung verändert und weiterentwickelt.
            Und wie viel Zeit wird immer noch in die Religionserziehung in Schule und Familie investiert (auch in Entwicklungsländern), die besser genutzt werden könnte, um überhaupt erst einmal zu lernen, was das Wort „Sozialkompetenz“ und „Miteinander“ außerhalb der eigenen Familie bedeutet.
            Religionen sind obsolet.
            Yes! Sehe ich auch so.
            Und zünde trotzdem gern in einer Kirche meine Kerze für jemanden an.🙂

            Liebe Ostermontagsgrüße,
            Stefanie

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  6. Der Begriff ‚Arbitrarität‘ war mir nicht geläufig. Wenn ich es richtig verstehe dann sind ‚Arbitrarität und Konventionalität‘ Gegensätze.
    Wenn Du der Konvention folgst und Dich als eine Art ‚Gott‘ siehst, kannst Du den Vorgang sicherlich auch als Blasphemie bezeichnen.
    Ich hoffe nur für Dich, dass Dir darin niemand folgen wird, weil, das kann ja nur wieder in einer Religion enden.
    Mein ‚Like‘ ist Dir sicher, weil Du die alte Diskussion um die Themen Freiheit und Aufklärung aufgreifst und nicht locker lässt. Sie gehört zu den heißen Eisen.

    LG mick

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  7. Arbitrarität und Konventionalität sind in der strukturalen Sprachwissenschaft keine Gegensätze. Ich zitiere mal Wiki, bevor ich mich hier verrenke.
    “ Die Zuordnung von Bezeichnungen und Bedeutungen ist somit durch die Konventionen einer Sprachgemeinschaft geregelt. Arbitrarität bedeutet, dass es keinen objektiven Grund gibt, warum konventionell einem Objekt oder Konzept ein ganz bestimmtes Lautbild zugeordnet ist.“
    Genauso kann man auch auf der Ebene der Bedeutungen von „Verschiebungen“ sprechen. Ursprüngliche Bedeutungsträger werden mit anderen Worten bezeichnet oder, in der Umkehrung, gibt es für gleiche Wörter neue Bedeutungsträger.

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  8. Lieber Achim!

    ”Die Zuordnung von Bezeichnungen und Bedeutungen ist somit durch die Konventionen einer Sprachgemeinschaft geregelt. Arbitrarität bedeutet, dass es keinen objektiven Grund gibt, warum konventionell einem Objekt oder Konzept ein ganz bestimmtes Lautbild zugeordnet ist.”

    Genau diesen Artikel habe ich auch gelesen. Weiter unten heißt es darin: „Die Zuordnung von Bezeichnungen und Bedeutungen ist somit durch die Konventionen einer Sprachgemeinschaft geregelt. Arbitrarität bedeutet, dass es keinen objektiven Grund gibt, warum konventionell einem Objekt oder Konzept ein ganz bestimmtes Lautbild zugeordnet ist.“ Und: „Diese natürliche Beziehung zwischen sinnvollen Wortbildungsmustern und Bedeutungsübertragungen trägt sich in der Sprachentwicklung fort und ermöglicht es, bei der Untersuchung eines Wortes von dessen Lautgestalt und Herkunft auf das Wesen der bezeichneten Sache schließen zu können.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Arbitrarit%C3%A4t)

    Offensichtlich habe ich da etwas Missverstanden.

    Ich danke für die Richtigstellung. LG, mick.

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