Jünglings Freiheit


Die Ruhe aufgesetzt, wie Dumas’ Maske. Ein flacher Atemzug, das Brodeln unterirdisch, der Zeitlauf der Vulkane auf den Kopf gestellt.
Ist es verkehrt zu denken, dass zum Repertoire der jungen, schönen Dame auch gehört, ihr Hündchen pudelwohl zu trimmen? Ob es ihm wohltut, ist dahingestellt. Dem Jüngling ist das treue Tier in ihm wohl fremd. Er ist auf Raub und Beute aus und nimmst du ihn vom Haken, wirfst ihn zurück ins Unbestimmte, dann ist er unfrei frei. Er ist nur spärlich guter Bräutigam, kein Pudel netter Damen, die ihn mit Blumenkränzen für seine Nüchternheit beschenken. Der Haken ist das Biotop der Freiheit. Sie wimmert in der Weite unbefleckten Wassers. Sie ist der Widerton der Stille, das Dunkel, das sich zu keinem Echo neigt.

Categories: Allgemein, Lyrik

2 comments

  1. “Er ist nur spärlich guter Bräutigam, kein Pudel netter Damen, die ihn mit Blumenkränzen für seine Nüchternheit beschenken.” Das ist genial betrachtet. In Verbindung mit dem folgenden Satz, starker Tobak: “Der Haken ist das Biotop der Freiheit.” Ein Biotop kann groß sein. Es hat jedoch immer Grenzen, die ein Mensch – wenn er ihnen denn begegnet – verkraften muss und mit dem Begriff ‘Freiheit’ mehr oder weniger in Gleichklang zu bringen..

    Es bleibt spannend, Dein mick.

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