Syrien – Reloaded

Den folgenden Beitrag schrieb ich  im Oktober 2012. Interessant ist es zu sehen, wie die Lage sich in den letzten zwei Jahren in diesem Krisengebiet bis heute entwickelte. Auch meine Haltung dazu hat sich geändert, mindestens in Teilen. „Der Menschenrechtler ist, wie der Missionar, in Wirklichkeit oft ein unverbesserlicher Feind der Menschen, als deren Freund… Weiterlesen

Unfehlbares Unglück

Ich entlasse dich in seichtere Gewässer des Glücks. Und bete, dass du mich nicht heimsuchst in meiner Inwendigkeit, samt unserem Unglück, unfehlbar in deinem Blick zurück, hinaus. Für die guten Zeilen am Ende des Tages danke ich dir und bedenke, dass nur gewissenhaftes Leid Worte entlockt. Welche,  nur einmal gesprochen, ihren Sinn verlieren im nächsten… Weiterlesen

Lust und Liebe

Die Lust selbst weiß nichts von der Fortpflanzung, in deren Dienst sie angeblich steht. Hingegen scheint es mir, dass die wortgewaltige Natur, die gänzlich ohne Sprache auskommt, uns den Köder kultivierter Lust und Liebe zum Fraß hinwarf. Um zu verschleiern, dass Kultur nichts weiter ist als die Fortschreibung der Biologie, ungeachtet aller Akte der Sublimierung.… Weiterlesen

William Faulkner – As I lay dying

„Damals lernte ich, dass Wörter keinen Sinn haben, dass Wörter nie passen, einerlei, was sie auszudrücken versuchen. Ich wusste, dass „Furcht“ von jemandem erfunden war, der nie Furcht gekannt hatte; „Stolz“ von jemandem, der nie stolz gewesen war. Ich wusste, dass wir durch Wörter miteinander reden, dass wir durch Wörter miteinander hatten umgehen müssen. Wörter,… Weiterlesen

No idea when I started drinking

Alles Grandiose gerät zu Kitsch, wenn Tausende davor stehen und es betrachten, als wäre es das Goldene Kalb. Der Wunsch nach Unsichtbarkeit unter Tausenden gerät zur geschmäcklerischen Arroganz. Kunst zu genießen heißt, sie in die Taschen meiner Weste zu packen und zu verschwinden, mit dem Wind, über den einen Torbogen in Cambridge hinweg, über dem… Weiterlesen

Haute Couture

Es gibt handaufliegende Gründe, dem Rest der Welt den Anblick meiner Wenigkeit in Badehose zu ersparen. Hingegen leiste ich auf andere Weise der  Demokratisierung der Haute Couture Vorschub. Ich trage Westen, obligatorisch, zu jeder Tages- und Nachtzeit, in allen Jahreszeiten. Die Idee dazu ist das erste und einzige geistige Eigentum, das ich je besaß.