Bleibe


Bleibe, weil ich dir mehr bin als zu wenig oder fast so viel, wie es dem Gelingen trauter Nächte nutzt. Sie sind leichtfüßig und unbekümmert, rasch wie Echsenzungen, wie träges Sirren deines Atems. Die bare Münze ist die Nacht, in der dich niemand zwang dich anzulehnen. Wenn ich Frost an deinen Füßen konstatierte, du magst es mir verzeihen.
Ich nehme es als Probe darauf, uns keinen Strick zu drehen im Genießen und keinem Ernst je abgeneigt zu sein. Der Rest der Tage wird nur in Stimmen sein, die uns keine Lied mehr singen und der Wahrheit spotten.

© Achim Spengler

Kategorien:Lyrik

11 comments

  1. Liebe ist immer hilflos.

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  2. was für eine feine Einladung zu bleiben! danke dir für diese Zeilen

    herzliche Grüsse Ulli

    Gefällt 1 Person

  3. Sehr schön! Es gibt Silben, die sind so fein, die möchte ich mehrmals lesen… so wie gerade die deinen.

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  4. Toll. Ganz, ganz feine Wortbilder. Klasse, danke fuer den Genuss.

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  5. Ein Lob aus solch berufenem Mund … you made my day🙂

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  6. Ich möchte nicht behaupten, dass ich alles verstehen, aber ich mag das Spiel der Worte, den Rhythmus und daher die Melodie.

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