Bleibe

Bleibe, weil ich dir mehr bin als zu wenig oder fast so viel, wie es dem Gelingen trauter Nächte nutzt. Sie sind leichtfüßig und unbekümmert, rasch wie Echsenzungen, wie träges Sirren deines Atems. Die bare Münze ist die Nacht, in der dich niemand zwang dich anzulehnen. Wenn ich Frost an deinen Füßen konstatierte, du magst… Weiterlesen

IS – Islamischer Staat

Aufgewacht, heute Morgen, im Traum gebadet wie in Ratatouille ersoffen. Wir sind die, die wir beschützen und die, die wir bekämpfen. Das ist der Nachklang jener Nacht. Nur, gleiches sagen jene auch von sich selbst und sehen in uns das absolute Böse, das es in Blut zu ertränken gilt. Man könnte mit Slavoy Zizek sagen, … Weiterlesen

Cley next the Sea – Norfolk

Die Fahrten durch die Kornkammer Englands bieten Blicke über einen reich gedeckten virtuellen Frühstückstisch. Cerealien,  Honig, Marmelade und der Glibber von Spiegeleiern aus der Mikrowelle. Im Bus, der durch die engsten Straßen heizt, wünsche ich mir, dass die Straßen sich verbreitern mögen, bis sie über die Klippen Dovers, die spitzhackigen Küsten Cornwalls und die nebelgrauen… Weiterlesen

Wut

Wer jetzt noch schlafen kann, dem sollte wenigstens davon träumen, dass Vernunft und Menschlichkeit und Menschenrecht hingeschlachtet werden wie ein Stück Vieh, dessen Gewährung eines menschliches Antlitzes nicht zur genozidalen Nomenklatura eines viehisch religiösen Hasses passt. Aber wer bin ich, westlich orientierter Humanist, aus dessen politisch lahmen Arsch kein Furz entweichen kann, der einen Einfluss… Weiterlesen

Norfolk Solitude

Der tief über die Erde reichende Baldachin des Ahornbaums. Erstaunlich immer an Bäumen das Schiefe, die im Wind geborgene, brisende Bewegung von Blatt und Zweig, eine Nachlässigkeit, die in gelassenem Kontrast zum Windbrand spitzer Knochen steht. Fuß und Ferse, das ausgedünnte Rückenmark. Die rollende Bewegung eines Körpers, der unter dem eigenen Gewicht nur Krebsgang ist.… Weiterlesen