Der Fänger im Roggen


Nicht auszudenken, wenn die Deutschen das Endspiel verloren hätten. Irgendeiner der verzweifelten Fans hätte sich zur Kirchturmspitze aufgemacht. Mit einer Kopie vom „Der Fänger im Roggen“ in der einen  und einem Scharfschützengewehr in der anderen Hand. Nicht auszudenken.

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10 comments

  1. ich hatte auch so meine Phantasien, eine war: lauter Deutschlandfahnen von Autos gerissen und wutentbrannt in die Gossen geworfen …

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  2. Lieber Achim,
    ich sah mit Freunden aus Freiburg das Endspiel im local Pub. Erstaunlich, wie alle für die Deutschen hielten. Nach dem Sieg kam jeder an unserem Tisch vorbei, um uns gratulierend die Hand zu drücken. Hätte Deutschland verloren, wären die Engländer sauer gewesen, da natürlich den Argentiniern wegen der Falklands eine Lehre gegeben werden musste. Allerdings ist man hier wenig fußballbegeistert, selbst als England spielte, schauten sich nur 3 Leute das Spiel im Pub an (immerhin 10 schauten die Finals). In Norfolk sind viele cup free – also nix Fußball. Es gab Sender – Radio und TV -, die schon Wochen vor der WM auf Druck ihrer Hörer und Seher cup free sendeten, d.h. sie garantierten, keine Fußballnachrichten zu bringen. Insofern bekam ich gar keine Fußballhysterie mit.
    Liebe Grüße aus dem hochsommerlichen Nord Norfolk
    Klausbernd

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    • Lieber Klausbernd,

      ich lebe inzwischen in Zeitläuften, in denen es mir unmöglich geworden ist, Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei Turnieren wie EM und WM mit Genuß anzuschauen. Du liest richtig, ein schwaches Nervenkostüm rät mir dazu. Alle anderen Spiele der WM habe ich mir, wenn zeitlich möglich, natürlich angeschaut. Shame on me.

      Liebe Grüße aus Freiburg

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  3. Es deckt sich fast. Nur in meiner Vorstellung waren es die Autobiographie von P.Lahm und zwei Plastiktüten leerer Bierflaschen. Im Ergebnis ebenso grausam.

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  4. Was kann denn „Der Fänger im Roggen“ dafür?

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  5. Ok! Ich verstehe jetzt Deine Anspielung. Ich glaube allerdings, dass Mark David Chapman etwas missverstand. Der hätte sich genauso gut noch einen neuen Haarschnitt verpassen lassen können oder ein neues Outfit kaufen können und dann jemanden umbringen. Menschen können sich schuldig machen. Dinge können so etwas nicht.

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    • Laut eigenen Aussagen „las“ Chapman in diesem Buch die „Aufforderung“, eine Berühmtheit umbringen zu müssen. Auch hat er ausgesagt, er wolle durch den Mord an Lennon Salingers Buch berühmt machen. Er erklärte sich ohne Umschweife für schuldig, obwohl ihm etliche psychiatrische Gutachten unabhängig voneinander eine Psychose attestierten. Dem Buch ist durch ihn weitere Verbreitung und Berühmtheit tatsächlich zugeflossen. Eine Frage, die bleibt: Kann Literatur, und nicht nur diese, tatsächlich als Vehikel der Gewaltausübung haftbar gemacht werden. Eine Frage, die ohne Verständnis der jeweiligen psychischen Disposition des Rezipienten nicht beantwortet werden kann und darf. Und das ist gut so.

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