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Juxtaposition


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Immer schon der Wettbewerb des Fleisches und jener zwischen mehr oder minder schönen Seelen. Sex als Investment, das sich selbst verarmt. Return of Investment, das keine Liebe abwirft. Die Wolken waren federweiß. Als er aus dem Innenhaus hinaustrat, waren sie über ihm, der Nacht zugewandt. Als er nach draußen ging, aus seinem Herz hinaus, war nichts um ihn herum anders als sonst, oder früher, oder später. Dort draußen gab es nichts zu gewinnen, weder Emotion, noch Geselligkeit, keine Nähe, nur das Grollen der Dünung und ihre windkalte, klare Botschaft: Das Ende ist nicht der Anfang. Es ist nichts, es ist das Ende von Allem, es ist kein Versuch, es ist keine Suche, es ist nur das vorläufige Endergebnis. Keine leichten Hiebe, sondern Schläge. Wie auf Ockhams Rasiermesser balancieren taumelnd Liebe oder Eigensinn. Dieses Rätsel entschlüsselt sich nicht selbst, solange Liebe Wettbewerb ist, Zeitvertreib und männlicher Husarenritt.  Oder die weibliche Ausschau nach Alimentierung. In diesem Wettbewerb gibt es je einen Verlierer mehr als Sieger. Die Taxation der Emotion, die Bilanz der Lust, die Krakenarme der Leidenschaft, die nach harter Erde krallen, wenn die gestrige Emotion schon auf Sand gebaut ist. Der Mensch als Solitär ist zu beneiden.

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Kategorien:GedankenSchlagwörter:,

4 Kommentare

  1. Oh dear, lieber Achim, das bist du aber mal wieder pessimistisch vom Feinsten. Und wenn die Schönheit die Verführung zur Liebe wäre? Erst kommt die die Schönheit, dann die Liebe – und vielleicht bleibt die Liebe ja, während die Schönheit verheht. Ich zumindest finde Schönheit ein feines Lockmittel für anderes 😉
    Liebe Grüße vom Meer in die Stadt der Bächle
    Klausbernd und seine quietschfidelen Buchfeen Siri und Selma, die voll auf beauty abfahren …

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    • Lieber Klausbernd,

      ach was, das ist eigentlich ein nur ein von mir gewohntes gedankenspielendes Nachdenken. Weit entfernt von Pessimissmus, da diese klene Gedankensuppe nicht meine eigene Situation widerspiegelt. Aber vielen Dank für deinen Kommentar und eins ist sicher gewiss: Die Schönheit vergeht, die Liebe wird hoffentlich bleiben 🙂

      Liebe Grüße

      Achim

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  2. guten Morgen, lieber Achim, gerade lese ich von Alice Munro: zu viel Glück, als ich heute die dritte Geschichte las, war ich (wieder einmal) erschüttert über, so wie du es nennst, den männlichen Husarenritt, der Spuren für immer auf der Haut der Protagonistin hinterließ, nein, keine feinen Spuren, keine, die einen wohlig in die Kissen kuscheln lassen … solcherlei Spuren werden zuhauf hinterlassen, was mich schmerzt …
    sind wir altmodisch, wenn wir von Liebe sprechen, die Sex beinhaltet? und wenn, dann bin ich eben altmodisch … heilig bleibt heilig, wenigstens für mich-

    aber ich will auch nicht die weibliche Ausschau auf Alimentierung vergessen, mindestens genauso fremd …

    ich danke dir und grüße dich herzlich
    Ulli

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