Schwarze Galle

Der Herbst naht.  Und mit ihm die Jahreszeit, in der die Funktionstüchtigkeiten meines Muskelkorsetts und meiner Sehnen erschlaffen. Meine Blicke sind nicht mehr viril. Sie richten sich nicht mehr nach außen, auf Sonne etwa, oder Licht oder den ganzen Abglanz der körperlichen Reizkultur. Der Abschied vom Sommer doppelt meine Myopie. Sie wird ergänzt durch willentliche… Weiterlesen

Do not go gentle into that good night – Dylan Thomas in Laugharne

  Dylan Thomas, walisischer Feuerkopf, Trinker vor dem Herrn, herausragender Lyriker des 20. Jahrhunderts und begnadeter Rezitator der eigenen Werke. Was mich an ihm fasziniert, verdient das Beten eines Rosenkranzes, verdient eine Andacht, die mir den Oplatengeschmack eines säkularen Abendmahls schenkt und den Wein aus dem Füllhorn seiner Verse. Das mag entrückt und verzückt klingen… Weiterlesen

Es grollt und dräut

Der Blick zum Himmel ist der Eintritt ins Theater des Wetters. Der Orchestergraben stimmt sich ein. Der Vorhang wird gehoben. Wetterleuchten macht sich auf. Der Himmel ist übervoll und überfließt. Die Nähe zur Nässe erinnert an das Platzen einer Fruchtblase. Das romantische Bild einer Autopoiesis. Frei nach Richard Rorty: Die unverbrüchliche Einzigartigkeit des Wetters besteht… Weiterlesen