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Fragil


Du hast die Angst verbannt.
In einen Schrank von schönen Kleidern.
Doch deine Schuhe tragen nicht hinaus.
Dein Kleid fängt keinen Sommer ein.
Es hilft dem Regen nicht dabei, dich zu entblößen.
Es ist die Brustwehr einer unerhörten Herrlichkeit.
Es ist das Schweigen, das den Tastsinn meines Auges blendet.
Die Zinnen deiner Städte wachsen hoch.
Die Himmel selbst sind ohne Rat.
Die Wolken enden ohne deine Zeichen.
Du bist die Luft, die meinem Atem fehlt.
Du bist die Zeit, die gedankenlos verbietet,
daß ich zeitgleich mit dir bin.
Ich bin die Zeit, die gedankenlos vergeht.

(© Achim Spengler)

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Kategorien:Lyrik

3 Kommentare

  1. vielen Dank für diese feine Lyrik am Montagmorgen, lieber Achim, dreimal schon habe ich nun das Gedicht gelesen und werde es wieder tun

    good days, good ways – herzlichst Ulli

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