Privatheit und andere Untugenden

Wohnungen sind keine Himmel. Aber wir schmücken sie wie Himmel, die uns den Atem rauben. Wie Himmel, die uns am Morgen begrüßen und am Abend Abschied von uns nehmen. Wir sind nicht gern allein. Die Privatheit ist eine ausgestorbene Spezies, über die sich Archäologen beugen, um die Befunde dessen zu beäugen und zu katalogisieren, was… Weiterlesen

Dublin – Baile Átha Cliath

Das folgende (Vorsicht !!) Gedicht schrieb ich 2005, anlässlich meines Besuches in Dublin. Meine drei (nicht Bronté !) Schwestern schenkten mir zu meinem 50. Geburtstag diese Reise. Eine Reise, die zum Eindrücklichsten gehörte, was ich je genießen durfte. Ich bin mir sicher, dass meine Schwestern mich nie als Branwell Bronté sahen. Diesen unglücklichen, im Schatten… Weiterlesen

Gelehrtensprache

Als begeisterter Leser von Fach- und Sachbüchern habe ich mich immer wieder gefragt, was die Ursachen sind der unterschiedlichen Welten und Weisen des Stils, den Weisen der sprachlichen Ornamentik, und was die Gründe sind für die bisweilen fundamental unterschiedlichen Arten von  Weltanschauung, die sich in deutschen, französischen und englischen Gelehrtentexten niederschlagen. Frugal, pragmatisch und auf … Weiterlesen

Lux in Tenebris

Heute hörte ich, dass sich der Schnee zu Weihnachten wieder verabschiedet haben wird. Eine schlimme Nachricht, schleppe ich doch die kindliche Verinnerlichung weißer Weihnachten mit mir herum wie die Erinnerung an ein anrührendes Geschenk. Weihnachten ohne Schnee ist wie Fisch ohne Gräte, ist wie ein Gedicht, das mich emotionslos zurücklässt. Ist wie das Lesen von… Weiterlesen

Ursprünglich veröffentlicht auf kbvollmarblog:
Seid Ihr schon in Westirland gewesen? Dort habt Ihr sicher viele Häuser gesehen, die Granuaile besessen hat. Zugegeben, Dina und ich bereisen gerade das östliche Irland auf den Spuren von James Joyce, Oscar Wilde und Samuel Beckett, aber darüber später, jetzt wird geguckt, gelatscht und fotografiert, denn immerhin haben wir ja Ferien. Dennoch…

Der Schrecken und die Idylle

  John Constable präsentiert 1821 im Rahmen der Ausstellung der Royal Academy of Arts erstmals sein Gemälde The Hay-Wain (Der Heuwagen) der Öffentlichkeit. Die Kritik äußerst sich wohlwollend über das Bild und der Examiner konstatiert: „It approaches nearer to the actual look of rural nature than any modern landscape whatever.“ Dieser Tatbestand ist insofern interessant,… Weiterlesen