Homer sweet Homer

Home sweet Home Home, castle, sweet. Mein Kollege, by the way, ein junger Halbgott, weil Halbgrieche, liegt mir seit Wochen in den Ohren, den Tempel der Erleuchtung, die Sakristei der Ideen, den Altar der Andächtigkeiten aufs Kamerakorn zu nehmen. Mein Herz ist weich und mein Erbarmen gibt  momentan jedem Wunsch nach. Obwohl Dimitrios kein Kenner… Weiterlesen

Blogsprache der Nierentische

Nicht nur im Internet widmen sich junge Menschen leidenschaftlich ihren Interessen. Fashion, Fantasy, Lifestyle, Ich-Generation, Partyritter und Partyprinzessinen. Idiome kristallisieren sich heraus. Noch ein Spruch, Kieferbruch. Wenn du meine Sprache nicht sprichst, bist du raus, such dir ne andere Disco. Wortetiketten werden geboren, die sich auf der Zeitachse des „In-Seins“ wie Modelabels gegenseitig ablösen. Hip,… Weiterlesen

Ich könnte, also bin ich

Dass mich die Welt des Berufes in ihren Klauen hat, spüre ich bevorzugt in den ersten Tagen eines Urlaubs. Die Stressstruktur der Arbeitstage treibt ihr korrumpierendes Unwesen und die hochfliegenden Träume der Freiheit und Freizeit beschreiben die Flugkurven des Ikarus. Eine Art sensorische Schüttellähmung macht sich breit. Dass die Freizeit vom Geschick der Arbeitsorganisation noch… Weiterlesen

Schönheit

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Keine Ahnung, woher dieser Sinnspruch stammt und wer ihn ins Leben rief. In meinen Augen lag die Schönheit nie. Und man darf mir glauben, wenn ich sage, dass ich in früheren Zeiten, bis hin zur Mitte meines Lebens, täglich ein Auge auf meine Augen geworfen habe. In Iris… Weiterlesen

Fussball, Emanzipation und Spieltheorie

Was ist Fussball anderes als das perfekte Geflecht von Ersatzhandlungen, getätigt durch all jene, die ansonsten unter dem Diktat von Verdrängungen leben. All die Geknechteten, politisch, ökonomisch und sozial, die die turnusmäßige Chance nutzen, in jedem zweiten Jahr sich dem großen Gefühl nationaler Eintracht und Gemeinschaft in die Arme zu werfen. Der Fussball als Theater,… Weiterlesen

Internet und Narzissmus

Man sagt der sozialen Netzwerkwelt des Internet emanzipatorische Segnungen und Wirkungen nach. Das moderne Individuum sei im Status seiner Vereinzelung in der realen Welt gefangen, ins Spinnennetz seiner narzisstischen Selbstliebe verpuppt. Das emanzipatorische Gelingen läge darin, die Selbstliebe aufzubrechen und im elektronischen Blick und Echo der hunderte von Freundschaften etwas gespiegelt zu sehen, was sich… Weiterlesen

Bücher und Pflastersteine

Wenn die Pflastersteine fliegen, Pöbel und Mob durch die innerstädtischen Straßen ziehen, dann, so scheint es, senkt sich über die Buchhandlungen eine Art auratischer Schutzmantel, Harry Potter’s Invisibility Cloak. Wie anders nämlich ist erklärbar, dass ihre Schaufenster und ihre Auslagen so unbehelligt den Attacken der Marodeure widerstehen? Wenig wahrscheinlich ist, dass der Mob Sören Kierkegaard’s… Weiterlesen