Der Tag des Apfels

  A für Apfel Isaac Newton, der unterm Apfelbäumchen saß und die Gesetze der Gravitation im Fall eines Apfels auf sein Haupt erst fabulierte und dann formulierte. Der paradiesische Apfel der Erkenntnis, dessen Verzehr gleichbedeutend mit dem Verlust unserer Unschuld einhergeht. Der Apfel auf dem Kopf von Walter Tell, dem Sohn des Nationalheiligen der Eidgenossenschaft… Weiterlesen

Bildersturm

Bildersturm Was ist die Definition von Lächerlichkeit? Wenn man freiwillig auf seine Freiheit verzichtet. Diese Antwort gab ich mir spontan, als ich in einem Anflug von monströser Langeweile durch die öffentlich-rechtlichen und privaten Programme zappte, um zu sehen wie weit es mit dem Bildersturm in unserer Medienlandschaft gekommen sei. Das bewegte Bild ist ja an… Weiterlesen

Pacta sunt servanda

Verträge sind einzuhalten. Schön und gut. Dieser Grundsatz ist der wichtigtse im privaten- und öffentlichen Vertragsrecht. Gestern erreichte die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 im „Ländle“ nicht das erforderliche Quorum. Wäre es erreicht worden, es hätte mit höchster Wahrscheinlichkeit den gleichen Ausgang der Stimmlage für den Bau des Bahnprojekts gegeben. Das Volk hat entschieden. Und da… Weiterlesen

Genug

Genug. Das Herz ist müde und Sinne welken Geduld ist aufgeopfert und Ränke pflanzen sich nicht fort.   Das Recht macht keinen sehend wenn er es blind mißbraucht ich habe es gebrochen so mach es wieder heil ich schenk dir Uhren bis die Zeit gelingt und Zeit sich nicht mehr auffrißt nur mit Zeit.  … Weiterlesen

The Marriage Plot

Nachmittag der Sinne. Buchlektüre, ganz kulinarisch. Kein Schwergewicht belletristischer Extraklasse, aber ein solide gestrickter amerikanischer Roman. Jeffrey Eugenides: „Die Liebeshandlung“. Englischer Titel: „The marriage plot“. Weit zutreffender ist der englische Titel, da sich eine der Protagonisten, Madeleine Hanna, mit einer Abschlussarbeit dieses Titels den Eintritt in die höheren Weihen universitärer Ausbildung erschreiben will. Ungefähres Thema… Weiterlesen

Der Duft von Orangen

Orange Der Duft von Orangen besitzt magische Wirkung. Verquickt mit den Düften von heißen Maronen und Glühweinschwaden ergibt er eine Melange, welche auf zweierlei Art auf mich wirkt. Das Gemisch macht mich zuallererst unpolitisch, will sagen, dass ich überhaupt nicht daran denke, dass ich an Finanzkrise, Schuldenkrise und die Krise der FDP zu denken habe,… Weiterlesen

Nebel

„Wir begehren das, was wir kennen und sehen“. So oder ähnlich lautete der Satz, der Jodie Foster als Clarice Starling in „Das Schweigen der Lämmer“ auf die finale Spur des Serienkillers führte. Ein eigentlich schönes Motto für all die, die das Begehren hüten wie ihren Augapfel oder sich dabei wie ein Eselchen fühlen, das der… Weiterlesen

Angekommen

Bildunterschrift hinzufügen Finally. Ordnung und Struktur ist das halbe Leben. Die andere Hälfte des Lebens arbeitet man sich am Kampf  um Ordnung und Struktur ab. Mein Blog hat jetzt, wobei aus dem „Jetzt“ durchaus immer ein „Später“ werden kann, seine vorläufig endgültige Form gefunden. So wie man im Leben immerwährend falsche Entscheidungen trifft, so war… Weiterlesen

Über das Bloggen

„Der Schriftsteller ist einer, dem es unmöglich ist, nicht zu schreiben. Einer, der sich auf sein Tagespensum freut, dem klar ist, dass der erste Entwurf bloß ein Versuch ist, ein Palimpsest. Er empfindet Freude bei der schöpferischen Gestaltung von Texten, die an die Gefühle unbekannter Leser rühren.“ Diese Sätze habe ich so oder ähnlich in… Weiterlesen

Etwas über Reichtum

  Ab einer bestimmten Summe Geldes und den sich daraus anhäufenden materiellen Gütern, nimmt die Steigung des Glückempfindens, gemessen als Grenzwert des Zuwachses zusätzlichen Glückes, ab.Dieser Umstand wurde per Interview einiger Wohlbetuchter ans Licht gezerrt und verschafft mir ein wohliges, aufständisches Glücksgefühl.Nichts ist umsonst, auch wenn alles umsonst zu sein scheint. Der Bürde materiellen Reichtums… Weiterlesen

All Souls College – Oxford

All Souls College Oxford Der romantische Dichter John Keats sprach einmal von der „negative capability“. Mit der „negativen Fähigkeit“ meinte er das Vermögen, sich abseits sicherer Erkenntnisse leidenschaftlich zum Unsicheren und Mysteriösen zu bekennen und ganz dem Zweifel an vordergründig Erlebtem zu frönen. Geht man mit dieser Geistesgabe ausgestattet durch Oxford, erschließt sich einem die… Weiterlesen